Mittwoch, 28. Dezember 2016

Eine doppelte Zeitreise, oder: Nineteen Eighty-Four

Autor: George Orwell

Wisst ihr, was ich an alten Büchern mag? Also, ich mein so mindestens 60 Jahre alt? Die Lektüre eines alten Buchs ist wie eine Zeitreise. Man schnuppert hinein, wie die Leute damals lebten, sprachen, dachten.

Ninetheen Eighty-Four habe ich bis zu diesem Tag weder gesehen noch gelesen und wusste tatsächlich nicht, wie es ausgehen wird. Was ich allerdings schon während meines Studiums herausgefunden habe: Die Geschichte ist eine futuristische, was der Titel mir nicht vermittelt hätte. Tatsächlich wurde das Buch 1949 das erste Mal veröffentlicht. Das heißt es ist eine Zeitreise in eine Zukunft, die sich jemand in einer Vergangenheit vorstellt, aber diese Zukunft liegt bereits Jahrzehnte in unserer Vergangenheit - Denkknotengefahr!

Ich war echt fasziniert, wie spannend das Buch (zumindest in den ersten beiden Teilen) auch nach 67 Jahren noch ist und wie aktuell die angesprochenen Themen auch heute noch sind. Als Dystopie würde ich Juli Zehs Corpus Delicti zwar den Vorzug geben, weil der letzte Teil in ihrem Buch für mich besser ausgeführt wird, aber es ist ganz klar, warum Nineteen Eighty-Four einen Platz im Kanon hat.

Sarah L.
Buch 33 von 41

P.S.: Nicht nur, dass ich mir Nineteen Eighty-Four aus der Bib ausborgen musste, weil ich nicht weiß, wo meine Ausgabe hinverschwunden ist, jetzt finde ich auch mein Aphorismen-Buch von Marie von Ebner-Eschenbach nicht mehr. Vielleicht sind die beiden zusammen durchgebrannt. Vorstellen könnte ichs mir. Immerhin gab es eine Stelle in Orwells Roman, bei der ich mir dachte "Das könnte von M.v.E.-E. sein". Darum vorläufig: "The best books, he perceived, are those that tell you what you know already." -- Winston Smith aus George Orwells Nineteen Eighty-Four

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