Mittwoch, 6. Januar 2016

A book (and its prequel) oder: Wenn man Labels nutzt, kann man knackigere Überschriften schreiben

Autorin: Lian Hearn

Ok, wenn meine Kollegin (=Sarah) Tempo vorlegt, muss ich nachziehen ^^ Ich habe eigentlich am 01.01. angefangen ein anderes Buch zu lesen, aber dieser Band hat nach mir gerufen. Ja, ich bin so eine, die ein Buch anfängt, dann weglegt und was anderes liest, bevor sie fertig ist. Das war bei mir immer schon so. Würde mich interessieren, wie ihr das so handhabt? Ich wurde dafür immer wieder kritisiert, aber ich handhabe es trotzdem noch so ;-)


Jedenfalls ist die Trilogie "Der Clan der Otori" eine der wenigen Beispiele von Büchern, die meine Mutter ausgesucht hat und die ich tatsächlich mit Begeisterung gelesen habe. Ich würde jetzt mal tippen, dass ich die Trilogie in der 4. oder 5. Klasse gelesen habe, und einer der Teile wird noch als "book I haven't read since high school" herhalten müssen. Ich habe allerdings weder das Sequel (Band 4) noch das Prequel (Band 0) jemals gelesen, obwohl ersteres sogar bei mir im Regal steht. Seit Jahren nehme ich mir vor, die Bücher wieder zu lesen und die beiden mir noch unbekannten Bände zu konsumieren, aber bis jetzt habe ich dieses Vorhaben nie umgesetzt. Auf der Suche nach einem Buch mit Prequel bin ich mit meinem Blick im Bücherregal bei dieser hübschen Buchreihe hängen geblieben und habe mit Spannung den ersten Teil beendet. (Dass ich das Buch in meiner Jugend gelesen habe, sollte erklären, warum ich die Reihe nicht im englischen Original lese.)


Ich möchte nicht zu viel von der Handlung verraten, aber als Überblick: Die Serie spielt in einem dem feudalen Japan sehr ähnlichen Phantasie-Land, das von Machtkämpfen und Kriegen heingesucht wird. Der Protagonist in Takeo, eigentlich Tomasu, dessen Dorf von einem grausamen Kriegsherren niedergemetzelt wurde. Er überlebte, vor allem wegen der Hilfe eines Clanlords, Shigeru Otori. Dieser nimmt Takeo bei sich auf und leitet alles in die Wege Takeo zu adoptieren, während dieser besondere Begabungen zu entwickeln beginnt.

In diesen besonderen Begabungen liegt für mich auch ein Reiz des Buches. Es ist nicht wirklich ein phantastischer Roman, aber Takeo hat übernatürliche Fähigkeiten, wie ein ultrascharfes Gehör und die Möglichkeit sich für kurze Zeit unsichtbar zu machen. Abgesehen davon gibt es aber auch noch eine Liebesgeschichte, sowie Intrigen und Geheimmissionen. Ich bin sicher, dass ich bei meiner ersten Lektüre begeisterter war, als ich es jetzt bin, aber ich kann das Buch immer noch empfehlen. Die Handlung entwickelt sich zu Beginn zwar langsam, macht aber trotzdem neugierig und gegen Ende kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Ich mag die Figuren, die vorkommen, auch wenn ich gewisse repetitive Elemente etwas nervig finde. (Warum Takeo das macht, was er macht, wird ständig wieder auf ein und dieselbe Motivation zurückgeführt - danke, ich habs kapiert!) Ich habe trotzdem mit den Figuren mitgefiebert, und das ist es, was für mich ein gutes Buch ausmacht.

Ich bin schon neugierig auf die weiteren Teile, deren Handlung ich so gut wie vergessen habe. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich zuerst das Prequel lesen soll oder Band 2 und 3. Vielleicht beginne ich mal das eine Buch und lese dann das andere weiter... ;-)

In diesem Sinne: Auf zu weiteren Abenteuern mit Takeo und Kaede!
Sarah L.
Buch 1 von 41

P.S.: Achtet auf das, was ihr sagt, es könnte immer jemand lauschen.
P.P.S.: Gebunde Bücher mit Lesebändchen sind einfach geil.

2 Kommentare:

  1. Bei mir kommt es auf das Buch an, wenn es Jugendbücher sind, dann les ich meist nur das Buch und kein anderes. Allerdings hab ich auch immer ein Buch auf dem Klo, wo ich immer nur ein paar Seiten lese. Außerdem ist es wichtig für mich, dass ich wenn zwei Bücher in unterschiedlichen Sprache lese, sonst komm ich durcheinander. ^^

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  2. Jaa, ich kenne das - wenn ich ein Buch lese, dass mir dann doch nicht soo gut gefällt oder einfach beim Lesen mehr Anstrengung erfordert, und/oder ich ein Buch in die Hände bekomme, auf das ich gerade einfach mehr Lust habe, dann unterbrech ich das auch. Z.B. liegen in meinem Nachtkästchen "Eine Reise zum Mittelpunkt des Frühstücks" sowie der erste Band der Detektivreihe von Douglas Adams herum ^^

    Das Buch klingt übrigens spannend für die Prequelkategorie - das würd ich eventuell auch ganz gerne lesen ;)

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