Mein Vater hat sich für das neue Jahr nicht nur einen Vorsatz ausgesucht, sondern auch noch fünf seiner Kollegen überzeugt mitzumachen. Die sechs Herren haben beschlossen, innerhalb eines Monats, nämlich im Jänner, so viel Gewicht zu verlieren wie möglich, relativ zu ihrer Ausgangsmasse. Die Top 3 werden dann im Februar von den Bottom 3 zum Essen ausgeführt, außerdem gibt es einen Pot, in den jeder einen kleinen Geldbetrag eingezahlt hat. Gestern hat mein Vater zugegeben, das Ganze nur organisiert zu haben, weil er als Ultraehrgeizler die richtige Motivation braucht, um abzunehmen.
Warum erzähle ich euch das? Weil ich bei dieser Geschichte an die Reading Challenge 2016 denken musste. Klar hätte ich auch teilgenommen, wenn sich niemand gemeldet hätte, aber so macht es nicht nur mehr Spaß, ich will auch schneller vorankommen. Ich bin meinem Vater da wohl doch ein bissi ähnlich, selbst wenn das hier überhaupt kein Wettbewerb ist.
Ich fand das Buch gut zu lesen, aber als Physikerin machen mir die mathematischen oder physikalischen Überlegungen auch kein allzu großes Kopfzerbrechen. Ich finde es allerdings sehr interessant, was für Überlegungen Martin alle einbringt und was er nicht alles recherchiert hat. Eine lehrreiche Lektüre, die mich in zukünftigen Diät-Diskussionen sicher nur noch klugscheißerischer argumentieren lassen wird. Wer wissen will, ob man wirklich 5 kg in einer Woche abnehmen kann, wird hier fündig. (Antwort übrigens: nein, kann man nicht. Jedenfalls nicht Fett.) Auch Fragen nach den besten Sportarten zum Abnehmen, sowie Art der Durchführung und Zeit, werden hier schlüssig mit viel Hausverstand und etwas Physik (plus ein wenig Medizin) argumentiert. Sehr lehrreiche, leicht verdauliche Lektüre.
Als Nächstes geht das Buch übrigens an meinen Papa weiter, der gestern schon interessiert gemeint hat: "Na, das kannst mir dann auch mal geben." Und so schließt sich der Kreis.
Sarah L.
Buch 5 von 41
P.S.: Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde gar so oft die gescheiterte Willenskraft. -- Marie von Ebner-Eschenbach
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