Mittwoch, 13. Januar 2016

Das Buch, das sich nicht einordnen lässt - Die Legenden von Andor

Autorin: Stefanie Schmitt

Warum gibt es zwar eine Science Fiction aber keine Fantasy Kategorie? Oder lest ein Buch zu einem Spiel. 
Na egal, gelesen habe ich es auf jeden Fall. Warum? Weil es das Buch zum Brettspiel ist. Wer das Brettspiel nicht kennt, der kann sich ja gerne mal vom Spiel fertig machen lassen. 

Auf jeden Fall behandelt das Buch die Vorgeschichte zum Brettspiel. Man lernt die Charaktere, die man selbst dann spielen kann, kennen und natürlich auch alle Charaktere, die eigentlich nur Karten sind und gar keine Geschichte erzählen. Und wenn einer der Charaktere sich mit den Worten: "Noch nie eine kotzenden Zwerg gesehen?" vorstellen, dann muss man das Buch einfach ein bisschen mehr mögen. 
Ja, es ist jetzt nicht das super gute Jugendbuch und manche Dinge stören mich - vor allem die Formatierung. Es fehlen Absätze. Und warum muss man eine Liebensgeschichte einbauen, wenn man gerade den Oberbösewicht bezwingen will? 

Dennoch hatte ich Spaß am Buch. Einfach weil ich die Charaktere, die ich schon von Namen kenne, jetzt auch mit Hintergrundgeschichte sehen kann. 
Was mir sehr gut gefallen hat, war auch, dass die beiden wirklichen Hauptfiguren Frauen waren. Das ist ja in einem Helden kämpfen gegen Monster mit Schwert und Bogen Buch nicht immer der Fall. Klar, zwei der vier Helden sind Männer (oder zumindest ein Mann und ein Zwerg), aber die machen eigentlich nicht viel. Also ja, sie kämpfen, aber der Fokus liegt auf Chada und Eara. 

Wem das Brettspiel gefällt, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen. Es ist im gleichen Stil geschrieben wie die Texte im Spiel - immerhin ist die Autorin die Frau des Spieleautors. 

Wer das Buch nicht mag, sollte dennoch das Spiel probieren. Auch wenn man scheitert, macht es unheimlich viel Spaß. 

Und weil das Buch sich nicht einsortieren lassen will (es spielt sogar im Herbst/Winter und nicht im Sommer), nehme ich es als Book thats quaranteed to bring you joy. Da passt es natürlich auch nicht hinein, weil ich es ja zum ersten Mal gelesen habe und noch nicht wusste, wie ich es finden werde. Aber da ich das Spiel liebe und die Geschichten, die das Spiel erzählt, hatte ich schon eine freundige Erwartung an das Buch. Das passt also noch am Besten. Ansonsten könnte man das Buch auch  an einem Tag auslesen - also ein fauler Tag am Strand oder im Bett oder so. Es hat knapp über 300 Seiten, ist aber leicht geschrieben, hat Bilder zwischen den Kapiteln und man kommt schon in den Lesefluss hinein. 

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