Sonntag, 31. Juli 2016

Ein Buch der etwas anderen Art

A book that's under 150 pages

Jede Doppelseite ist anders gestaltet
Mit 62 Seiten, wobei nur ca. die Hälfte und die dafür in recht großer Schrift beschrieben sind, lässt sich dieses Buch in unter einer halben Stunde lesen. In "Making Up Megaboy" von Viriginia Walter & Katrina Roeckelein erschießt ein 13-jährigen einen Trafikanten und keiner weiß warum. Die verschiedensten Leute - seine Eltern, KlassenkollegInnen, der Staatsanwalt, die Frau des Ermordeten  - schildern auf jeweils einer A5 Seite ihre Gedanken zum Fall und zum Hauptcharakter. Dabei ist jede Seite, passend zur erzählenden Person, anders gestaltet. Eine interessante Erzählform (und ich liebe ja Bücher, die auf andere Erzählformen zürückgreifen, bestes Beispiel ist wohl "Extremely Loud and Incredibly Close", sehr empfehlenswert!), die jedoch nicht so richtig aufgeht. Irgendwie ist das Buch einfach zu kurz und zu oberflächlich, als das man als LeserIn über ein Motiv mutmaßen könnte (weil *SPOILER*: eine Auflösung gibt es nicht). Das ist wohl Absicht, um zu unterstreichen, dass einfach niemanden ein Motiv einfällt, warum das passiert sein könnte, allerdings reißt das Buch einfach nicht mit, ist dafür vielleicht auch zu kurz.

Fortsetzung einer rosaroten Liebesgeschichte mit ernstem Touch

A book set in Europe

Irgendwie spielten die meisten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, in Amerika. Umso mehr freute es mich, als ich endlich eines fand, dass in Europa spielt - und dann gleich in mehreren Städten!  "Girl Online ON TOUR" ist der zweite Band einer Buchreihe von Zoe Sugg, auch bekannt als Vloggerin Zoella. Also Vorsicht, kleine *SPOILER* (wobei die wohl nicht mehr spoilern als der Klappentext zu "Girl Online"): Penny begleitet ihren Freund, einem halbwegs berühmten Musiker, auf Europatour (BINGO!) und hat dabei mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Es ist zwar kein literarisches Meisterwerk, aber ganz nett zu lesen. Was ich thematisch interessant finde ist, dass die Hauptfigur mit Panikattacken zu kämpfen hat und beschrieben wird, wie sie damit umgeht. Allerdings ist die Handlung an sich so rosarot (mit dieser ganzen Superstar-Liebesgeschichte), der männliche Hauptcharakter einfach zu nett/ zu gut/ zu schön, als dass sich die Geschichte real anfühlen könnte. Ich habe allerdi
ngs das Ende als sehr ehrlich und daher cool empfunden und bin gespannt, wie sich die Story und vor allem Penny im nächsten Band entwickelt (der anscheinend in Herbst rauskommt).

Back to Camp Halfblood

A book that is published in 2016

Vor kurzem habe ich die Saga "Heroes of Olympus", die an den Percy Jackson-Romanen anschließt, fertig gelesen. Ich war richtig traurig, diese Welt mit ihren Charakteren zu verlassen, und hatte das starke Bedürfnis zu erfahren, wie es mit den mir ans Herz gewachsenen Hauptfiguren weitergeht. Und dann bekomme ich zufällig mit, dass Rick Riordan vor kurzem ein neues Buch, "The Trials Of Apollo - The Hidden Oracle" veröffentlich hat. Nachdem ich es beim Thalia ergatterte, stellte ich zu meiner Freude fest, dass das Buch unmittelbar an "Heroes of Olympus" anschließt, die Handlung nach Camp Halfblood zurückkehrt und einige beliebte Figuren als (sagen wir mal) Nebencharaktere auftauchen. Ich glaube jedeR, der oder die gerne liest, kann sich vorstellen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, so unverhofft bald wieder in diese Welt eintauchen zu können!

Zum Buch selber: Apollo hat es sich mit Zeus verscherzt und wird zur Strafe als Mensch auf die Erde geschickt. Als netter Running Gag beginnt jedes Kapitel mit einem lustigen Haiku
. Mehr möchte ich aber auch schon gar nicht über den Inhalt verraten, da ich sonst in Gefahr laufe, nicht nur dieses Buch, sondern auch die Sagas davor zu spoilern.
"Heroes of Olympus" hat mir etwas besser gefallen (aber sie gefällt mir auch besser als die Percy Jackson-Saga). Ein Grund ist wohl auch, dass ich bis jetzt die Romane einer Riordan-Saga immer in einem Zug, als ein langes Buch, lesen konnte. Tja, jetzt muss ich mich wohl gedulden, bis der nächste Band rauskommt. Worauf ich schon besonders gespannt bin - es kündigt sich an, dass im nächsten Band weitere bekannte Charaktere einen Auftritt haben. Man darf also gespannt sein, wie es in diesem Universum weitergeht!

Samstag, 30. Juli 2016

Wenn mir ein Buch nicht zusagt, lese ich es nicht zu Ende.

Kennt ihr das - ihr beginnt ein Buch zu lesen und irgendwie reißt es euch nicht mit. Und dann habt ihr es wochenlange auf dem Nachtkästchen liegen und im Endeffekt lest ihr deshalb eine Zeit lang gar nichts mehr? Mir ist es jedenfalls mit dem Buch "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" von Joachim Meyerhoff so ergangen. Ich habe es für die Kategorie "A book recommended by someone you just met" zu lesen begonnen. Ich war bei Freunden eingeladen und es war jemand dabei, den ich noch nicht kannte - also nutzte ich gleich die Gelegenheit ihn zu fragen, ob er mir ein Buch empfehlen könnte. Er schaute zuerst kurz verdutzt (wann wird man das schon von jemandem, den man nicht kennt, einfach so gefragt?), empfahl dann eben dieses Buch, da er es selbst gerade las. Das Buch handelt von eimem Buben, der mit seiner Familie in einer Irrenanstalt lebt, die von seinem Vater geführt wird. Erzählt wird es in Episoden, und laut dem Text am Buchdeckel kommt er dann auf ein Geheimnis seines Vaters drauf (oder so ähnlich). Aber ich kam beim Lesen einfach nicht weiter - der Schreibstil mit seinen teilweise sehr verschachtelten Sätzen sagte mir zu der Zeit einfach nicht zu und auch die Story packte mit nicht. Da es mich davon abhielt, andere Bücher zu lesen, die mir mehr Freude bereiten könnten, habe ich es schließlich gelassen (immerhin war es mein Ziel, durch die Challenge wieder MEHR zu lesen) und beschlossen, es trotzdem zu zählen.

"Hunger Games" meets "Germany's Next Topmodel" meets "Der Bachelor"

Für "A Dystopian Novel" wählte ich den fünften und letzten Teil der Selection Series, einer Dystopie der etwas anderen Art: "The Crown".

In der Selection Saga geht es um eine Welt, in der nach erbitterten Kriegen die Welt in etwas andere Staaten aufgeteilt ist, Amerika gibt es so, wie wir es kennen, nicht mehr. Regiert wird einer dieser Superstaaten von Monarchen, die Gesellschaft ist in Kasten aufgeteilt. Für die Findung einer Ehefrau des Prinzen können sich junge Frauen aller Kasten anmelden, es werden einige ausgewählt, in den Palast geholt, umgestyled und scheiden dann nach und nach aus. Daher der Titel dieses Posts: Ein Szenario mit neuem Staat und Einteilung der Menschen in verschiedene Gruppierungen wie in "Hunger Games", Umstyling wie in "Germany's" und der Rest ist quasi eine königliche Version von "Der Bachelor". Wenn man das akzeptiert ist es sehr unterhaltend und entspannend zu lesen! Also zumindest di ersten drei Teile. Die anderen zwei, die ca. 20 Jahre später spielen, können leider nicht mithalten; vor allem der letzte Band, "The Crown", hat mich sehr enttäuscht. Die Liebesgeschichte ist einfach nicht so mitreißend und auch die im Titel erwähnte Mischung, die die erste Trilogie ausmacht, kommt nicht mehr so raus. Zumindest ist das Cover noch genauso schön wie das der Vorgänger =)

Zurück aus der Versenkung (Part II)

Nachdem ich in den letzten Monaten damit beschäftigt war, mein Studium abzuschließen, werde ich in nächster Zeit die paar Bücher, die ich inzwischen für die Challenge gelesen habe, dem Blog hinzufügen =)

Dieses Cover bzw. dieser Titel fiel
mir im Regal ins Auge
Also, hier ist mein Buch für die Kategorie The first book you see in a bookstore: "Es muss wohl an dir liegen" von Mhairi McFarlance. Story dahinter: Ich ging zum Thalie mit der Intention, mich zuerst in die englische Abteilung zu begeben, bevor ich mit dem Bücheranschauen beginne, doch auf dem Weg dorthin ist mir aus dem Augenwinkel dieses Buch aufgefallen. Nachteil dabei war, dass es halt ins Deutsche übersetzt wurde (gerade jetzt fällt mir ein - ich hätte mir eigentlich das englische Original besorgen können, nachdem mir die deutsche Version ins Auge gefallen ist ^^).

Zum Buch selbst: Dies ist einer dieser leichten Liebesgeschichten, die man halt zwischendurch liest, und nach zwei Wochen schon wieder vergessen hat, um was es denn genau gegangen ist. Eh ganz nett, aber man merkt, dass die Autorin sich eine Freundin als Vorbild für ihre Hauptfigur nahm und sich dann bemühte, diese besonders cool darzustellen. Und woran ich mich noch erinnere: Dass (wie so oft in solchen Geschichten) sich gegen Ende dann noch herausstellen muss, dass der Mann, in den sich die Protagonistin verliebt, zufällig steinreich ist. Und noch ein überstrapaziertes Motiv: Der Bad Boy, der handzahm wird, wenn er nur die richtige trifft. Und noch ein Gedanke (haha, merkt man, dass ich "übernachtig" bin, während ich das schreibe? ^^): In Büchern verlieben sich die Charaktere oft viel zu schnell. Da redet man 5mal miteinander und BUMM ist man bereit sich auf eine Beziehung einzulassen, zusammenzuziehen und Kinder zu kriegen.

Es wäre aber auch ein ziemlicher Glücksfall gewesen, wenn das erste Buch, das mir im Geschäft ins Auge fällt, mich begeistert
hätte ;)


Dienstag, 26. Juli 2016

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind - Jonas Jonasson (the first book you see in a bookstore)

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind ist ein sehr seltsamer Titel und ähnlich seltsam ist das Buch.
Worum geht es? Das Buch hat drei Hauptprotagonisten: einen Rezeptionisten, der mit seinem Leben hadert, eine Pfarrerin, die nicht an Gott glaubt und einen Mörder - Mörder Anders -, mehr oder weniger frisch aus dem Knast entlassen. Die drei finden durch Zufall zusammen und gründen ein Unternehmen, dass sich auf Körperverletzung spezialisiert hat. Das funktioniert solange gut, bis Mörder Anders seine Liebe zu Jesus und zur Religion entdeckt. Und dann wird alles noch schräger.

Der Plot an sich ist eigentlich nicht so wichtig, viel interessanter sind die Charaktere, die wahnwitzigen Einfälle und die Hindernisse, denen die drei Protagonisten gegenüberstehen.
Das Buch ist ganz eigenwillig geschrieben - für meine Begriffe - aber auch sehr lustig. Ich muss aber zugeben, ich konnte immer nur kleine Teile auf einmal lesen, weil es mir doch zu aberwitzig war. Aber an sich, ist es durchaus ein gutes Buch.

Ist zwar schon eine gewisse Zeit her, dass ich das Buch gesehen hab, aber es war das erste Buch im Thalia, das ich gesehen hab. Nachdem ich die längste Zeit auf den Boden geschaut hab, um nicht die ganzen Geschenkbücher und so zu sehen :)

Sonntag, 24. Juli 2016

Schmitz' Katze - Ralf Schmitz (a book written by a comedian)

Schmitz' Katze ist ein typischen Katzenbuch. Es ist kein Ratgeber, sonder Ralf Schmitz erzählt einfach seine Erlebnisse mit seiner Katze und mit anderen Katzen und Katzenbesitzern.

Ganz nett, aber meiner Meinung nach eher was für Katzenbesitzer. Wer keine Katze hat, kann sich zwar wahrscheinlich über diese "Spinner" (die Katzenbesitzer) amüsieren, aber ich glaube es nicht ganz so unterhaltend finden, wie jemand, der zumindest einmal eine Katze gehabt hat.

Aber ansonst ein nettes Buch. War mein Klo-Buch für eine ganze Zeit lang.

Der Metzger muss nachsitzen - Thomas Raab (a book set in your home state)

Der Metzger muss nachsitzen ist der erste Teil einer Krimiserie, rund um den eigentlich behäbigen Restaurator Willibald Adrian Metzger. Der Metzger stolpert auf seinem Heimweg über die Leiche eines alten Klassenkollegen, dem Dobermann. Natürlich geht er zur Polizei, doch da ist die Leiche auch schon wieder weg. Aber ein unbekannter teilt dem Metzger unmissverständlich mit, dass er die Wahrheit über den Dobermann herausfinden soll. So entwickelt sich eine spannende und vor allem auch sehr lustige Puzzlesuche, die auch schon einmal gefährlich wird.

Auch wenn es nie explizit erwähnt wird, bin ich mir absolut sicher, dass der Metzger in Wien beheimatet ist. Im ersten Buch kommt es nicht sonderlich heraus, im zweiten schon viel mehr.

Das Buch hat einen recht eigenen Stil, aber sobald man drinnen ist, will man gar nicht mehr aufhören, vor allem weil die Charaktere so herrlich eigenwillig sind. Meine Empfehlung für alle, die zum Beispiel auch noch ein Murder-Mysterie brauchen :)

Freitag, 22. Juli 2016

The Phoenix Project

Ohne die Reading Challenge wäre ich wohl nicht über dieses Buch gestolpert -- ich hab's von einem frisch Bekannten empfohlen bekommen. Es handelt von einem IT-Manager, der plötzlich für einen großen Teil der IT seiner Firma verantwortlich wird. Es läuft aber gar nichts so, wie es soll, und er versucht, es schnell zu verbessern, weil die ganze Firma auf dem Spiel steht.

Spannend geschriebenes fiktives Buch, das seine Art von Agile Development verkaufen will, das aber sehr gut hinbekommt. Schnell zu lesen und unterhaltsam. Gegen Ende etwas schwächer.

Personal Kanban

Viele (Selbst)Organisationsbücher haben 5 Sätze Message und dann 20 Geschichten, wie das das Leben von Menschen konkret verändert hat. Dieses Buch hat zwei Sätze und fast keine Beispiele und trotzdem 194 Seiten, was es leider sehr fad zu lesen macht, weil es sich in Allgemeinplätzen übt, ohne zu erklären, warum jetzt ihre Methode das erreicht. Oder wie sie das soll.

Vielleicht ist die Methode gut, aber das Buch jedenfalls nicht.

Montag, 18. Juli 2016

A book that is published in 2016 - Flavia de Luce 7 - Eine Leiche wirbelt Staub auf

Autor: Alan Bradley


Gleich einmal für alle: Es ist der siebte Teil einer Jugendbuchserie und ich glaube es ist der letzte Teil, den ich gelesen habe. Auf jeden Fall werde ich mir die Bücher nicht weiter kaufen, wenn dann ausborgen. 

Flavia de Luce ist ein junges Mädchen mit einem Fable für Chemie und sie lebt eigentlich auf einem alten Anwesen in England irgendwo am Land. Das ganze spielt kurz nach dem zweiten Weltkrieg und mit ihr auf dem Anwesen sind noch ihr Vater, der Kriegsgefanger bei den Japanern war. Ihre beiden älteren Schwestern und Dogger, sowas wie ein Mädchen für alles und Kriegskumpel ihres Vaters. 

Die Serie beginnt damit, dass ihm Gemüsebeet des Anwesens eine Leiche gefunden wird und durch ihr Fable für Chemie macht sich Flavia an die Lösung des Falles (da ist sie ca. 10?). Das ganze spielt sich dann ähnlich in den weiteren Bänden ab und ich mochte sie sehr gerne. Auch wenn es etwas absurd ist, dass sie mit zehn Jahren schon so ein wissen an Chemie hat und so weiter. Aber warum nicht, ist ja fiktion. 

In Band 6 gab es dann eine Wendung in der Geschichte, die mit ihrer Mutter (verschollen) zu tun hat. Und diese Wendung hat mir leider nicht so gut gefallen. Dies führt dann auch zur Geschichte in Band 7. Flavia ist diesmal nicht in England, sondern in Kanada auf einem Mädcheninternat, dass schon ihre Mutter besucht hat. Dort findet sich auch eine Leiche und natürlich interesisert es Flavia brennend, wer diese Leiche ist und so weiter. Leider liegt diesmal das Hauptaugenmerk aber nicht auf dem Fall, sondern auf dem Schulalltag und noch etwas mehr (wäre aber eine Spoiler für die Serie). 

Alles in allem ist es ein okay-es Buch. Ich findet aber die ersten fünf Bände einfach besser und werde wohl auch dieser Meinung bleiben, dass es mit der Serie eher bergab geht. Irgendwie auch abzusehen nach 7 Bänden ist es schwer Neues zu finden. 

Die Serie von Band 1 bis 5 kann ich wärmsten allen empfählen und danach darf jeder selbst entscheiden. Ich bin wie gesagt nicht begeistert gewesen. 

Freitag, 15. Juli 2016

Paula Hawkins: The Girl on the Train

Eine Alkoholikerin, die deswegen ihren Job verloren hat, aber immer noch die selben Züge nimmt wie früher, um ihre Vermieterin zu täuschen, sieht im Vorbeifahren etwas, was ihr Bild von der Beziehung zweier Leute über den Haufen wirft. Dadurch und durch ihre Fixiertheit auf ihren Ex-Ehemann wird sie in das plötzliche Verschwinden einer Frau hineingezogen.

Stephen King war von diesem dieses Jahr ins Kino kommenden Buch fasziniert, ich weniger -- 80% der Zeit passiert nichts Spannendes, und der "Twist" wird 50 Seiten vorher angekündigt. Keine Ahnung, warum das ein Bestseller ist.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Inferno - Dan Brown (a book recommended by a family member)

Dieses Buch von Dan Brown ist mittlerweile das vierte Buch in der Serie, aber so wie auch Sakrileg und Illuminati ist es als eigenes Buch zu lesen. Ich muss sagen, dass mir Sakrileg und das dritte Buch (das verlorene Symbol) nicht so gut gefallen haben, aber Inferno ist wieder ein wirklich gutes Buch rund um den Symbologen Robert Langdon geworden.
Die Geschichte und die zu suchenden Symbole wirken irgendwie nicht so an den Haaren herbeigezogen, wie in den früheren Büchern und dieses Mal ist das Buch von Anfang an spannend und handlungsorientiert, um nicht zu sagen action-reich.

Worum geht es diesmal? Robert Langdon wacht in Florenz in einem Krankenhaus auf, mit einer Schussverletzung am Kopf und ohne jegliche Erinnerung an die letzten beiden Tage. Was aber sehr schnell klar wird ist, dass er hat etwas wichtiges bei sich trägt und plötzlich sind ihm mehrere Killer auf den Fersen, die keine Mittel scheuen, um das zu kriegen, was sie wollen. Seine einzige Hoffnung ist einige seltsame Symbole zu entschlüsseln, um die letzten beiden Tage zu rekonstruieren und herauszufinden, was eigentlich los ist.

Das Buch hat mich von Anfang an wirklich gefesselt, es gibt diesmal eine richtige Bedrohung und ich hatte vor allem gegen Ende des Buches so einige WTF-Momente. Also wer Illuminati oder auch Sakrileg mochte, der ist mit diesem Buch wirklich gut bedient. Und meiner Meinung nach auch jeder, der einfach diese Art an Büchern mag, also sprich Thriller, die aber nicht allzu heftig sind.

Guy Gavriel Kay: Sailing to Sarantium

In einer Welt, die stark auf dem oströmischen Reich nach dem Fall von Rom basiert, allerdings mit magischen Einschlägen, wird ein Mosaikkünstler aus dem Westen nach Sarantium (~ Byzanz) im Osten eingeladen, um das Deckenmosaik einer großen neuen Kirche zu bauen. Zu Hause und auf dem Weg erlebt er magische und menschliche Begegnungen aller Arten, und darf sich mit allerhand Intrigen beschäftigen, ob er will oder nicht.

Spannende, aus mehreren Perspektiven erzählte Geschichte, die grob auf dem Leben und der Zeit Justinians basiert. Hat mich dazu gebracht, Zeit auf Wikipedia zu verbringen :)

Dienstag, 5. Juli 2016

Andre Dubus III: House of Sand and Fog

Ein Haus wird zwangsversteigert, was die darin lebende Frau dazu zwingt, ihre selbstgewählte Zurückgezogenheit (nach dem Auszug ihres Mannes) zu verlassen. Gekauft wird es von einer persischen Familie, die im Iran zur Oberschicht gehörte, bis sie wegen einer Revolution das Land verlassen musste.

Der Familienvater versucht immer noch, der Familie ein Leben wie damals zu ermöglichen, obwohl er nur Stellen als Strassenreiniger o.ä. findet. Deswegen widerstrebt es ihm sehr, das billig erworbene Haus zum Originalkaufpreis zurückzugeben, als sich herausstellt, dass die Zwangsversteigerung das falsche Haus getroffen hat. Damit kommen die Hausbesitzerin und ihr neuer Freund, ein Polizist, auf Kollisionskurs mit der Familie.

Sehr detailliert erzählt, aus mehreren Perspektiven, spannend und sehr nachvollziehbar. Muss natürlich tragisch enden... Hat mir sehr gut gefallen.

Sonntag, 3. Juli 2016

Wenn der PC eingeht: Auf nach Spindle Cove!

Autorin: Tessa Dare

Vor zwei Wochen habe ich mich am Sonntag mit einer jungen, ehemaligen Kollegin (Judith) vom Schulschiff getroffen. Wir waren etwas Essen und Trinken und haben anschließend einen Spaziergang zum Thalia auf der Landstraße gemacht, der ja auch feiertags geöffnet ist. Nachdem Judith sich zwei Krimis geschnappt hatte, meinte sie, sie würde gerne einen Liebesroman lesen, das hat sie nämlich noch nie. Am liebsten mit historischem Setting. Also habe ich sie gleich zu den Kisten vorm Geschäft gezerrt und ihr ein Buch in die Hand gedrückt. Sie war anfangs nicht überzeugt, aber ich fand schon den ersten Satz so witzig, dass ich meinte, ich würde es nehmen. Dann hab ich ihr ein anderes Buch in die Hand gedrückt und wir sind draufgekommen, dass beide Bücher im gleichen Ort spielen. Also hat sie sich überzeugen lassen, dass ich das eine, sie das andere Buch kauft und wir später tauschen.

Das mit dem Tauschen war ein netter Plan, aber nachdem ich In den Armen eines Gentlemans (A lady by midnight) bereits am nächsten Tag fertig gelesen hatte, habe ich mir die gesamte Spindle Cove-Reihe von Tessa Dare als englische Epubs runtergeladen. Die letzte Kurzgeschichte Lord Dashwood missed out habe ich vergangenen Dienstag ausgelesen. Dann habe ich auch noch When a scot ties a knot aquiriert und verschlungen, besagtes Buch gehört aber nicht zur Spindle Cove-Reihe. (Buch 5 erscheint übrigens erst im September und wurde daher noch nicht gelesen...)


Wieso mich ein plötzlicher Lesewahn überkommen hat? Zum einen sind die Romane sehr witzig und kurzweilig, zum anderen ist mein Laptop, den ich erst im Jänner gekauft habe, kaputt und für drei Wochen in der Reparatur. Für die Lesechallenge kann ich nur ein paar der Bücher nutzen, dafür werfe ich ein paar Pläne über den Haufen um die dehnbaren Kategorien zu befüllen. A week to be wicked habe ich als drittes gelesen und war mir von Anfang an sicher, dass es mich unglaublich unterhalten würde, weiles mein Lieblingspärchen enthält, darum ist es A book that’s guaranteed to bring you joy. Falls aber noch jemand ein Buch für die Kategorie A book about a road trip braucht, kann ich es ebenfalls empfehlen ^^. A lady by midnight habe ich als erstes und auf Deutsch gelesen, darum nehme ich es als A translated book. Die Novellas sind alle unter 150 Seiten lang, also gehört Lord Dashwood missed out zu A book that’s under 150 pages. Und weil alle Bücher in Groß Britannien spielen: A book that takes place on an island.

Worum gehts in den Büchern überhaupt? Die Romane spielen zwischen 1810 und 1820 in einem kleinen (fiktiven) Ort, genannt Spindle Cove, in Sussex, das ist die Gegend um Brighton. Dort hat die Protagonistin des ersten Romans, Susanna, eine Atmosphäre geschaffen, die unkonventionelle junge Damen anlockt. Diese Damen sind vielleicht besonders schüchtern, laufen vor einem Skandal davon, oder haben mehr interesse an Steinen als an Männern. Zu Beginn der Reihe wird eine Miliz im Ort etabliert, was einige Männer in das von Frauen geführte Nest bringt. Jedes Buch erzählt das Happily-ever-after eines anderen Paares und bis jetzt wurde es noch nicht langweilig.

Was ich an den Büchern mag: Sie sind witzig. Wirklich, ich muss stellenweise laut lachen. Auch in den öffentlichen Verlehrsmitteln. Die Sexszenen sind few and far between, was mir nach der Royals-Saga nur recht ist. Die Damen sind mehr oder minder emanzipiert und klug, haben aber vor allem in Bezug auf Männer ihre Unsicherheiten. Die Männer sind alle mutig, stark, schön etc. haben aber alle eine verwundbare Seite, die sie interessant macht. Die Figuren kennt man nach dem ersten Roman schon aus Nebenrollen, dadurch ist man von Beginn an an ihrem Schicksal interesiert. Literaturpreise wird Tessa Dare damit keine gewinnen, aber ich bin höchst zufrieden mit der Leseerfahrung und warte schon voll Freude auf den nächsten Teil der Reihe.

Sarah L.
Buch 15-18 von 41

P.S.: Einen Menschen kennen heißt ihn lieben oder ihn bedauern. -- Marie von Ebner-Eschenbach

AERA. Die Rückkehr der Götter - Markus Heitz (a science fiction novel)

Man schreibt das Jahr 2019. Die alten Götter sind zurückgekehrt. Wirklich alle alten Götter! Am 21.12.2012 hat tatsächlich ein neues Weltzeitalter begonnen, denn überall auf der Welt tauchten plötzlich die alten "heidnischen" Götter auf. In Fleisch und Blut. Alle. Nur nicht der Gott der Christen, Juden und Muslime. 
Die Geschichte folgt dem Interpool-Ermittler Malleus Bourreau, der auch private Aufträge annimmt und sich darauf spezialisiert hat Fälle zu lösen, in denen scheinbar oder möglicherweise die Götter verwickelt sind. Er selbst ist wohlgemerkt Atheist und legt sich dabei mit immer mehr Göttern an, die ihm auch schon mal persönlich erscheinen und ihm ewige Rache schwören.

Das Buch hat gute 600 Seiten und behandelt in jedem Kapitel einen anderen Fall. Zusammengehalten wird die Geschichte durch einen langwierigeren Fall, der sich durch jedes Kapitel zieht und erst im letzten Kapitel seinen Abschluss findet. Hintergrund dieser Aufteilung ist die Entstehungsgeschichte. AREA war ursprünglich eine E-Book-Serie, in der in regelmäßigen Abständen ein neues Kapitel veröffentlicht wurde. Nach Ende dieses ersten großen Falles wurde es als Buch herausgebracht. Und ich hoffe wirklich, dass es weiter geht!

Ich weiß, es ist keine typische Science Fiction, aber es spielt im Jahr 2019. Ursprünglich wollte ich es in eine andere Kategorie tun, aber das wäre geschummelt gewesen. Es war nämlich nicht wirklich das erste Buch, dass ich in einer Buchhandlung gesehen habe. Aber es war so cool, dass ich es hier verwenden wollte. Ich hoffe, man sieht es mir nach. Denn das Buch ist wirklich gut!

Andi

Die Nachtwächter - Terry Pratchett (a book thats guaranteed to bring you joy)

Was soll ich sagen? Es ist ein Scheibenwelt-Roman und ein Stadtwachen-Roman. Was will ich mehr? Ich mag die Geschichten rund im Sam Mumm einfach. Und ein Blick in die Vergangenheit von Ankh-Morpok ist immer erlebenswert.

Ganz kurz zur Story: Sam Mumm, der Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpok wird zusammen mit einem Mörder in die Vergangenheit transportiert. Dort nimmt er unfreiwillig die Rolle seines eigenen Ausbildners ein und bringt dadurch sich selbst die Polizeiarbeit bei.

Ich mag solche Stories ja eigentlich nicht, also so Reisen in die Vergangenheit und blabla, aber Terry Pratchett macht einfach Spaß. Es ist einfach lustig und voll von so vielen kleinen Details, dass man bei jedem Mal lesen auf ein weiteres erst draufkommt. Also so geht es zumindest mir. Deswegen lese ich diese Bücher einfach wahnsinnig gerne und die Nachtwächter gehört für mich zu einem der genialsten Scheibenwelt-Romanen überhaupt.

Vaterland – Robert Harris (a book recommended by someone you just met)

So, endlich nach langer, langer Zeit auch mal ein Beitrag von mir. Ich hab jetzt endlich die Lust, Liebe, Zeit, Muße und Ruhe hier auch mal was zu schreiben. Deswegen fällt der erste Beitrag auch gleich mal ordentlich lang aus. Ich bin zu motiviert ^-^


Das erste Buch, das ich 2016 gelesen habe bzw. fertig gelesen habe. Worum geht es in dem Buch? Im Großen und Ganzen ist es ein klassischer Thriller. Ein Polizist muss einen Mord untersuchen und findet schnell heraus, dass hinter dem vermeintlich „einfachen“ Mord mehr steckt, als er sich hätte je träumen lassen. Spannend macht dieses Buch das Setting. Es spielt im Deutschland der 1960er Jahre, einem Deutschland, in dem Hitler den Krieg gewonnen hat. In dieser Alternativen Welt hat Hitler den Krieg nie verloren und sich auch nicht umgebracht. Die Deutschen haben den Krieg gewonnen und den größten Teil von Russland eingenommen. Trotzdem sind die Kampfhandlungen noch nicht vorbei, denn einige Russen leisten noch immer in Guerillakämpfen erbitterten Widerstand. Ein großer Teil Europas ist nun unter der Kontrolle der Nazis und gehört zum Reich, der restliche Teil ist irgendwie mit Deutschland verbündet oder von ihm abhängig. Deutsch hat Englisch als überregionale Sprache abgelöst. Die USA haben sich nie in den Krieg eingemischt, aber lange keine diplomatischen Kontakte mit Deutschland gepflegt. Die Propaganda-Maschinerie der Nationalsozialisten läuft auf Hochtouren. Alle Menschen sind in Organisationen eingebunden, der Bund deutscher Mädl, die Hitler Jugend etc. Wie in autoritären Regimen üblich gilt, wer beruflich aufsteigen will, muss zur Partei gehören. In dem Versuch alle anderen zu übertrumpfen hat die Partei Berlin mit Triumphbögen und Siegeshallen nur so zugepflastert, so kommt es einem beim Lesen zumindest vor. Ausländische Touristen gibt es viele, ausländische Journalisten nicht und wenn es sie gibt, dann werden sie kontrolliert und beschränkt. Die Polizei ist in die SS integriert und auch wieder streng aufgeteilt, es herrscht ein regelrechter Uniform-Wahn. Was mit den Juden passiert ist, weiß niemand und niemand fragt danach. Sie waren einfach irgendwann nicht mehr da. Abweichler vom System werden verfolgt und ins KZ geschickt.

Die Handlung:
Xaver März, ein Inspektor des Berliner Morddezernats, als Rang ein SS-Strumbannführer obwohl nicht in der Partei, wird zu einem Mordfall gerufen. Eine Leiche schwimmt im Wasser. März findet schnell heraus, dass etwas faul ist an der Leiche und den Geschichten, die er zu hören bekommt. Er ermittelt daher weiter, teils gegen die Anweisungen des Regimes. Und schnell wird klar, dass er gegen das Regime ermitteln muss, spätestens dann, als er herausfindet, dass mit diesem Mord noch weitere Morde zusammenhängen und er mit einer jungen amerikanischen Journalistin zusammenarbeitet.

Das Buch ist rein aus der Er-Perspektive geschrieben und folgt Xaver März. Was sonst noch so passiert, erfährt man erst, wenn er es erfährt. Das macht alles natürlich umso spannender und man bekommt einen etwas kritischen Blick auf die Situation in Deutschland und speziell der Polizei. Denn, wie sollte es auch anders sein, der Protagonist ist skeptisch gegenüber dem Regime. Ihm missfällt diese ganze Ordnung, das zwangsweise Mitglied-sein in Parteivereinen etc. Und vor allem ist er neugierig. Er will eigentlich wissen, was mit den Juden geschehen ist, weiß aber auch, dass man nicht danach fragt. Das wirkt zwar ein bisschen aufgesetzt, aber vielleicht besser als ein Protagonist, der zuerst Feuer und Flamme für das System ist und dann „erwacht“.
Auf jeden Fall bleibt das Buch bis zum Schluss sehr spannend, man ist sich selbst nicht sicher, was das Geheimnis hinter alle den Morden ist, auch wenn es sonnenklar erscheint, als man es herausfindet. Nur das Ende scheint mir etwas unbefriedigend, da man nicht die ganze Geschichte erfährt, sondern eben nur den Teil, den auch der Protagonist erfährt. Und dann ist das Buch aus und man würde gern mehr erfahren, tut es aber nicht. Aber das Buch folgt dadurch wenigstens der Erzählperspektive bis zum Schluss. Und man kann seine eigene Phantasie benutzen und sich vorstellen, wie es weitergehen würde.

Trotzdem: Ein wirklich sehr gutes Buch. Vor allem ist es gut recherchiert und die Darstellung eines siegreichen Nazi-Deutschlandes sehr realistisch und glaubhaft geschildert.

Andi