Freitag, 29. Januar 2016

Das kleine Schwarze: Crave me

Autorin: Geneva Lee

Wer geglaubt hat, dass ich nach meiner Erotica-Trilogie über Alexander und Clara jetzt aufhöre über Sexszenen in Büchern zu schreiben... Sorry, ich muss enttäuschen. Nachdem ich die Trilogie beendet habe, habe ich gesehen, dass es eine Spin-off-Trilogie über Claras beste Freundin Belle gibt. Und wieder konnte ich nach der Leseprobe nicht widerstehen weiterzulesen.

Allerdings war ich nach Kapitel 7 oder so ein bisschen angepisst, weil mir die ganze Konstellation sehr wie eine Neuauflage der ersten Trilogie vorkam. Und am PC lesen ist auch nicht so fein, also habe ich das Buch mal ad acta gelegt.

Das kleine Schwarze
Nachdem ich also letztes Wochenende (Ist das erste eine Woche her?) stundenlang am PC gelesen habe, habe ich meine Einstellung zu eBookreadern doch evaluieren müssen und seit gestern Nachmittag bin ich Besitzerin eines Tolinos :-) Den habe ich natürlich gleich mit Stoff gefüttert und obwohl ich Crave me bei Amazon gekauft habe, konnte ich es ganz legal konvertieren und auf meinen Tolino einspeisen. Und weil ich ausprobieren wollte, wie es sich auf dem Gerät so liest, habe ich einfach dort weitergelesen wo ich aufgehört habe... Jetzt bin ich fertig ^^

Gleich mal vorweg: Ich verzichte darauf dieses Buch in irgendeine Kategorie zu pressen und lasse es einfach außer Konkurrenz laufen. Nachdem ich mein Soll für dieses Quartal bereits erfüllt habe, habe ich nicht die Befürchtungen die Challenge nicht zu beenden, wenn ich ein paar Romane lese, die nicht dazu passen. Berichten möchte ich euch trotzdem davon, das macht mir nämlich Spaß.
 
Nachdem ich ja zugegeben habe, dass die ursprüngliche Royals-Trilogie nicht so hochwertig geschrieben war, sowohl was Story-Elemente als auch die Sprache betrifft (nicht, dass das meinem Genuss viel Abbruch getan hat), muss ich zugeben, dass ich eine Verbesserung in diesem Buch sehe. Oder vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach an Geneva Lees Stil gewöhnt. Jedenfalls stellt sich heraus, dass die Geschichte eben nicht nur eine Neuauflage von der Clara-Alexander-Story ist, sondern trotz gewisser Ähnlichkeiten einige Neuerungen birgt, die mir gefallen. Allen voran gbt es in diesem Buch etliche Kapitel, die aus Smith's Perspektive erzählt werden, was ich einfach genial finde. Außerdem sind die Sexszenen nicht ganz so gehäuft, vielleicht weil sie nicht gleich so früh im Buch zum ersten Mal miteinander schlafen wie Alexander und Clara. Oh, und während Alexander immer das Wort "cunt" verwendet hat, verwendet Smith "pussy" - ich kann aber nicht sagen, ob das eine Verbesserung ist ^^ Bin jedenfalls positiv überrascht vom Ende und schon supergespannt auf den nächsten Teil, den ich mir gleich runterladen werde, sobald ich das hier fertiggetippt habe. Ein Letztes noch: Die Buchumschläge sind auch deutlich besser als die der Vorgängertrilogie. Passen besser zusammen und wirken nicht ganz so schmuddelig.

Sarah L.

P.S.: Ausdauer ist eine Tochter der Kraft, Hartnäckigkeit eine Tochter der Schwäche, nämlich -- der Verstandesschwäche. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Krimis lesen mag ich nicht, aber Krimis hören =)

Agatha Christie- die Fälle des Hercule Poirot
Tod auf dem Nil
Mord im Orientexpress
Das Haus an der Düne


So, hiermit habe ich also auch das erste mal ein bisschen geflunkert bei dieser Challenge. Ich lese nicht gerne Krimis, dafür habe ich meine Liebe zu Hörbüchern entdeckt. Angefangen hats mit Märchen-CDs (perfekt zum Einschlafen), das brave Christkind hat dann "Das Lied des Königs"- Roman zu die Legenden von Andor als Hörbuch gebracht, und es war genial.
Danach habe ich beschlossen, um irgendwie die Kategorie Murder mystery abzudecken auf Hörbuch Krimis umzuschwenken. Und wow! Was für eine Entdeckung. Es ist spannend, es fesselt mich, die Stimmen sind angehmen (vor allem der fransösische accent des Ermittlers ist amüsant) und ich werde es sicher nicht nach den dreien gut sein lassen.

Über den Inhalt erzähle ich nichts,ist doch irgendwie doof zu erzählen wer der Mörder ist...bei Tod auf dem Nil fand ich genial was nach der Auflösung noch kam, die Gedanken des Ermittlers über die Liebe, sehr genial :)

Donnerstag, 28. Januar 2016

Sofies Welt - A book that takes place during summer


Autor: Jostein Gaarder
**Spoiler Alert** Ich kann nicht über dieses Buch schreiben ohne Wahnsinnig viel vorweg zu nehmen. Also wenn es jemand noch lesen will, hört hier und jetzt auf ;)

Wie schon in meinem ersten Post erwähnt geht es darum, dass die 14 jährige Sofie Amundsen Briefe bekommt, die ihr nach und nach die Geschichte der Philosophie beibringen und ihr auch lehren, philosophisch zu denken. Im Laufe des Buchs werden aus den Briefen dann persönliche Philosophietreffen mit ihrem Lehrer Alberto Knox. Soweit so gut, then shit gets weird.
Es passieren viele merkwürdige Zufälle, immer wieder stolpern sie über Gegenstände von oder Nachrichten an eine gewisse Hilde. Es stellt sich dann im Laufe des Buchs heraus, das Sofie und Alberto nur Figuren in einem Buch sind, welches der Major Albert Knag seiner Tochter Hilde zu ihrem 15. Geburstag schenkt. Ab dann lässt der Major seiner Fantasie freien Lauf, Sofie und Alberto begegnen Alice aus dem Wunderland, und dem nackten Kaiser aus "des Kaisers neue Kleider", alles nur um Hilde wieder etwas über Philosophie zu lernen. Sofie und Alberto sind not amused dass sie hier so als Marionetten missbraucht werden. Also planen sie die Flucht aus der Geschichte. Zu Sofies 15. Geburtstagsfest überschlagen sich die Ereignisse, es endet damit dass ein Mercedes gegen einen Baum fährt, da der Major dieses Geschehnis beschreiben musste konnten Sofie und Alberto die Gelegenheit nutzen und aus seiner Geschichte fliehen. Ob sie dadurch aber zu Menschen aus Fleisch und Blut werden bleibt offen.
Meine erste Kritik, dass Sofie viel zu schlau für eine 14jährige ist kann ich somit revidieren, sie ist ja eigentlich nur ein Gedankenkonstrukt eines ca.40jährigen UN-Majors der im Libanon stationiert ist und seineTochter zum Geburtstag überraschen möchte. Also ist es wieder okay, dass Sofie manchmal sehr weise und altklug ist. Ob ich jetzt mehr über Philosophie weiß,.... bin mir nicht sicher, es war einach sehr sehr viel auf einmal, führt die geschichte doch vom Antiken Griechenland bis zum Neodarwinismus. Gefallen hats mir auf jeden Fall, ich liebe Plot Twists dieser Art.
Da das Buch übrigens diese Jahr von der Stadt Wien im Rahmen von "eine Stadt ein Buch" verteilt wurde schenke ich mein Exemplar gerne an jemand von euch weiter :)

Mittwoch, 27. Januar 2016

A book recommended by a family member - Der letzte Wunsch

Autor: Andrzej Sapkowski


Das Buch ist eigentlich eine Sammlung von Kurzgeschichten, diese haben aber alle die gleiche Person aus Hauptfigur. Es ist der erste Teil einer Reihe von Büchern, die um den Hexer Geralt von Riva gesponnen sind. Besser bekannt als die Witcher- Serie, da es auch eine Videospielreihe dazu gibt. Diese hat mein Bruder gerade gespielt (alle drei Teile) und dann gemeint, dass man doch auch mal die Bücher lesen sollte, denn die erzählen eben auch viel Hintergrundgeschichte. Das Buch wurde also gekauft, gelesen und mir gegeben mit den Worten: "DU MUSST DAS LESEN!" Noch dazu, weil ich die Spiele auch irgendwann spielen soll...fragt sich nur wann ich Zeit für 3 Rollenspiele finde. Noch dazu mit Nahkampf, den ich überhaupt nicht kann. Aber das hat ja nichts mit dem Buch zu tun. 


Wer die Spiele kennt weiß, dass Geralt von Riva genau zwei Sachen kann - Kämpfen und Sex. Dafür sind die Spiele auch etwas berüchtigt. Von wegen Sexscenen mit Motion Captoring aufgenommen und so weiter. Das Buch beginnt dann auch gleich mal mit einer Sexszene - die wird allerdings nur angedeutet. Das reicht aber auch, die Fantasie ist eh besser als Beschreibungen. Es gibt sechs längere Kurzgeschichten im Buch, die die Arbeit eines Hexers beschreiben und mit viel Humor geschrieben sind. Zwischendurch gibt es kleinere Kapitel, die eine übergeordnete Geschichte erzählen und somit eine Einbettung der Kurzgeschichten vornehmen. 

Meine Lieblingsgeschichte ist "Ein Körnchen Wahrheit". Die Geschichte hat einfach unheimlich viel Humor und zeigt auch ein differenziertes der Monster. Man muss nämlich wissen, Hexer zu sein, ist eine Berufsbezeichnung und Hexer sind so in etwa Monsterjäger, die aber nur gegen Bezahlung kämpfen und töten. Außerdem sind Hexer genmanipuliert, sodass sie schneller heilen, stärker und schneller sind und so weiter. 

Ich kann das Buch nur empfehlen. Habe es auf deutsch gelesen, das Original ist polnisch. Ich werde sicher auch noch weitere Bücher der Serie lesen, die sind dann eben ganze Romane und nicht nur Kurzgeschichten. 

Der Unterschied zwischen mögen und schätzen: Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens

Autorin: Elisabeth Zöllner

Die vierten Klassen meiner Schule lesen jetzt nacheinander das Buch "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens". Ich habe mir vom Klassensatz ein Exemplar abgezweigt, damit ich es mir auch zu Gemüte führen kann. Das Buch ist also nicht aus der Städtischen Bücherei, aber da ich diese so oder so regelmäßig besuche, fühlt sich dieser Eintrag nicht einmal besonders geschummelt an.

Das Buch handelt von einem kleinen Jungen, der nach einem Unfall mit Behinderung im Nationalsozialismus leben muss. Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen. Es gibt sicherlich viele Romane, die man zum Nationalsozialimus in der vierten Klasse lesen könnte, aber ich verstehe, warum gerade dieser Titel an meiner Schule so beliebt ist: 1. Die Geschichte beruht auch einer wahren Begebenheit, Anton war der Onkel der Autorin. 2. Es ist erfrischend, auch einmal andere bedrohte Personengruppen ins Zentrum zu stellen als die Juden. Das klingt jetzt böse, ist aber gar nicht so gemeint. Sicherlich kann man emotional ansprechen, wenn man über die furchtbaren Dinge schreibt, die mit Juden in dieser Zeit passiert sind. Aber auch "arische" Familien mussten leiden, und es ist ganz spannend zu sehen, wie Menschen im Krieg ihren Alltag bestritten und ich denke gerade für junge LeserInnen spannend, etwa wenn es um Essensmarken und Nächte im Luftschutzbunker geht. Der Holocaust wird in diesem Buch natürlich nicht ausgeblendet, auch dieses Thema wird immer wieder aufgenommen.

Ich fand es in jedem Fall sehr lesenswert, auch wenn es mancchmal schwer ist das zu lesen, was da passiert. In einer der vierten Klasse kam folgende Unterscheidung auf: Man muss ein Buch nicht mögen, um es zu schätzen. Und genauso ein Buch ist "Anton". Es hat mich sehr berührt und ich schätze es ungemein - aber von "gefallen" kann man hier wohl eher nicht sprechen.

Sarah L.
Buch 10 von 41

P.S.: Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Sonntag, 24. Januar 2016

Even more guilty pleasures: Crown me

Autorin: Geneva Lee

So schnell kanns gehen und das Wochenende ist vorbei und drei Bücher sind ausgelesen. Ja, ich habe die Royals-Saga von Geneva Lee abgeschlossen. Mein abschließendes Urteil? Es gibt viel an der Trilogie zu kritisieren. Die Hauptfigur ist nur etwas mehr emanzipiert als Bella aus Twilight, also von Feminismus keine Spur. Klischeehafte und stereotype Darstellungen inkludieren Homosexuelle, Briten, Amis und Adelige. Die Handlung war zumindest ab Band zwei vorhersehbar. Die Sprache war wenig anspruchsvoll, die Sexszenen repetitiv und zu häufig. Aber trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen, bis ich fertig war. Manchmal machen Klischees halt auch Spaß. Und letzten Endes bin ich halt sehr anfällig für superkitschige Liebesgeschichten mit viel Drama aber Happy End. Deswegen ist es ja ein guilty pleasure ;-)

Sarah L.
Buch 9 von 41

P.S.:So weit deine Selbstbeherrschung geht, so weit geht deine Freiheit. -- Marie von Ebner-Eschenbach

More Guilty Pleasures: Conquer Me

Autorin: Geneva Lee


Ok, jetzt ist es an der Zeit für mich ein bissi zu schummeln. Nachdem ich am Freitag die Werbung für die deutsche Neuerscheinung "Royal Passion" gesehen habe, habe ich den ersten Teil auf Englisch gleich am Samstag gelesen, komplett. Da die Geschichte als Trilogie angelegt ist, war das Ende des ersten Teils höchst unbefriedigend. (No pun intended.) Also habe ich - ein bisschen widerwillig - gleich beim zweiten Teil weitergelesen. Der passt aber nicht so wirklich in meine Liste. Also werte ich das Buch als "published in 2016", weil die deutsche Übersetzung tatsächlich dieses Jahr erscheint. Dass das englische Original, das ich ja lese, schon Ende 2014 erschienen ist, ignoriere ich jetzt mal geflissentlich ^^

Warum habe ich den zweiten Teil mit Widerwillen begonnen? Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber bei mehrteiligen Geschichten kann es bei mir passieren, dass ich mich -- obwohl ich wahnsinnig neugierig auf den weiteren Verlauf bin -- wegen des unbefriedigenden Endes des Vorgängerbandes frage, ob die nächste Lektüre meine Zeit verschwendet und mich wieder unglücklich zurücklässt. Manchmal kann das auch innerhalb eines Buches passieren, und das Buch liegt dann womöglich lange Zeit halbgelesen herum, bis ich mich "traue" es weiterzulesen. 

"He didn’t move. Instead, he extended his hand – a small gesture, but one laced with meaning. He was giving me a choice. I cold accept his hand and walk out of here with him. Or I could turn away. But staring into his eyes, his hand outstretched and waiting, I knew the truth.

There was never a choice."

Jedenfalls habe ich dann doch gleich im Anschluss an den ersten Band weitergelesen (there was never a choice ;-)) und ich bin recht zufrieden, was den Verlauf der Story betrifft. Die vielen Sexszenen dazwischen sind dabei fast schon etwas nervig, weil sie selten etwas zur Handlung beitragen und ziemlich repetitiv sind, nicht nur in dem, was passiert, sondern auch im Vokabular. Das ist schon etwas mühsam, denn zumindest im Deutschen gibt es für das männliche Geschlecht unzählige synonyme Bezeichnungen, während die Autorin hier ganz klar eine Präferenz für die Bezeichnung cock hat. Aber gut, literarische Hochgenüsse habe ich mir von der Lektüre sowieso nicht erwartet.

Diese sich wiederholdenden Szenen halten mich jedenfalls ein bisschen davon ab mich gleich in den dritten Band zu vertiefen. Und der zweite Band schließt auch eigentlich recht zufriedenstellend ab. Wenn da nicht ein Epilog wäre, der das Buch auf einem Cliffhanger enden lässt. Und ich bin echt anfällig für Cliffhanger... Also, ähm... ich meld mich, wenn ich mit dem nächsten Teil fertig bin!

Sarah L. 
Buch 8 von 41

P.S.: Wenn mein Herz nicht spricht, dann schweigt auch mein Verstand, sagt die Frau. Schweige, Herz, damit der Verstand zu Worte kommt, sagt der Mann. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Guilty pleasures: Command me

Autorin: Geneva Lee

Eigentlich hatte ich für die Kategorie "Ein Buch, dass man innerhalb eines Tages lesen kann" eine andere Lektüre im Sinn gehabt (mit deutlich kleinerem Umfang). Freitag Abend bin ich auf Talia.at dann aber auf Werbung für den nebenstehenden Roman gestoßen und nach der (englischen) Leseprobe auf Amazon wollte ich unbedingt weiterlesen. Folgende Zeile hat mich laut auflachen lassen, und damit war ich überzeugt:


"Where there’s smoke there’s fire, and good lord, was he smokin‘." (Der Witz dahinter: Er raucht verbotenerweise in meinem Club.)


Bevor ich über das Buch mehr sage, möchte ich kurz erzählen, wie ich es gelesen habe. Nachdem ich ja darüber gestolpert bin und die Leseprobe auf Amazon zum Weiterlesen animiert hat, wollte ich gleich weiterlesen. Nach einigen Versuchen ein PDF des Romans gratis zu finden, habe ich herausgefunden, dass man Kindle-Bücher mit einer App auch auf dem PC lesen kann. also habe ich mir das Buch und seine beiden Nachfolger digital gekauft. Die App funzt und ich bin froh, das Buch gleich bekommen zu haben. Gelesen habe ich es also auf meinem (neuen) Laptop. Aber ein Kindle wäre glaub ich trotzdem nicht für mich, es ist wahnsinnig irritierend nicht zu wissen, wie weit man im Buch schon ist. Und nein, die Prozentanzeige hilft hier nicht, wenn alle drei Bände ein File sind und ich nicht weiß, bei welchem Prozentsatz dieser Teil endet. Am Freitag war ich jedenfalls schon zu müde und somit habe ich einen guten Teil meines Samstages damit verbracht, dieses Buch von vorne bis hinten zu lesen. Das Buch hat zwar knapp 400 Seiten, aber die Story ist fesselnd genug, dass man in einem Tag fertig sein kann -- und gleich den zweiten Teil beginnt.

Nun zum Buch und dem Titel dieses Eintrags: Ja, ich habe Literatur studiert, und ja, es ist ein bisschen peinlich ein Buch zu lesen, das so gar keinen literarischen Anspruch hat und dessen Sexszenen nach einiger Zeit ziemlich repetitiv wirken. Aber ich lese dieses Buch nicht wegen der Sexszenen, sondern weil ich ehrlich wissen will, wie die Story endet. Und nein, das weiß ich noch nicht, weil es eine blöde Trilogie ist! Also werde ich nach diesem Post auch gleich weiterlesen.

Wie haltet ihr es mit der Lektüre von "Schundromanen", wie ich sie so liebevoll bezeichne? Haben sie einen Platz in eurer Sammlung? Meine Liebsten kommen sogar ins Bücherregal. Oder macht ihr lieber einen großen Bogen um diesen Kitsch? Wenn ja, warum? Bin auf eure Kommentare gespannt.

Sarah L. 
Buch 7 von 41

P.S.: Liebe ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Samstag, 23. Januar 2016

Tschick

Nach der glühenden Review von Sarah borgte ich mir das Buch von ihr aus und fand auf der Buchrückseite folgendes Zitat: "Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an." -- Felicitas von Lovenberg. Ich muss zugeben, diesem Doppelhype hat das Buch nicht standgehalten. Ich fand die Geschichte eines Jungen aus einer Familie mit Problemen, der in den Sommerferien mit einem Freund ein Auto klaut und durch die Gegend fährt, durchaus unterhaltsam und flüssig zu lesen und bereue nichts :-)

Sonntag, 17. Januar 2016

a book with a protagonist who has your occupation - Leider hat Lukas schon wieder ...

Autor: Niki Glattauer

Ich weiß, dass ist schon wieder so ein Streitfall, denn Hauptcharakter in dem Buch ist eigentlich weder StudentIn noch LehrerIn sondern Vater, allerdings sind die anderen Hauptcharaktere ja dann die Lehrerinnen und Lehrer, die ins Mitteilungsheft schreiben. Deswegen denke ich, man kann es durchgehen lassen. Ansonsten hat das Buch auch noch ein blaues Cover, das ist im Moment offenbar in bei Büchern. 

Zur Handlung: Das Buch ist die Fortsetzung von "Leider hat Lukas". Lukas ist in der dritten Klasse einer NMS und nicht gerade der beste Schüler. Da seine Mutter mit ihrem eigenen Architekturbüro zu viel zu tun, muss der Vater sich um die Schule und seinen Sohn kümmern. Unter dem Motto: "Wenn die Kinder in die Schule gehen, gehen auch die Eltern wieder in die Schule!" Damit beginnt also die Kommunikation von Lukas Vater mit der Schule und das passiert natürlich durch das einzige Medium, dass es in der Unterstufe gibt: das Mitteilungsheft. 

Mehr will ich eigentlich gar nicht erzählen. Es ist lustig zu lesen, egal auf welcher Seite der Schul-Beziehung man steht und auch, wenn man die Schule hinter sich hat. Den zweiten Teil finde ich teilweise sogar noch besser, vor allem der Humor passt für mich besser. Allerdings ist der erste Teil auch schon ein Zeiterl her. 

Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Teil. 


Hundert Jahre ungeküsst

Ich liebe Märchen, obwohl es mir eigentlich egal ist, ob sie Happy-ends haben oder nicht.
Aber ich bin eher skeptisch, was neu Interpretationen betrifft.

Genau so ist es mir auch bei diesem Buch passiert, das einem meiner Lieblingsmärchen - Dornröschen - nachempfunden ist.

Es geht um ein Mädchen namens Rosalie, die gerade von zu Hause ausgezogen ist, ihre Ausbildung als Hotelkauffrau angefangen hat und sich verliebt. Das Problem ist nur, dass auf ihr ein Fluch lastet der besagt, dass ihr 17. Geburtstag in einer Katastrophe endet. Kein Grund zu Panik, denkt Rosalie, da sie nicht an Märchen glaubt - zumindest bis zur Nacht vor ihrem Geburtstag, als sie das verbotene Turmzimmer des Schlosshotels betritt.

Meiner Meinung nach hätte die Autorin mehr schreiben können, denn für mich kam das Ende viel zu schnell und ich weiß jetzt schon, dass ich das Buch nicht noch einmal lesen werde.

Sophie



Samstag, 16. Januar 2016

Wenn ein Buch Emotionen weckt, ist es gut, egal wie trashig es ist: Beastly

Autorin: Alex Flinn



Normalerweise nehme ich immer das Cover der Ausgabe, die ich selbst gelesen habe. Aber hier muss ich eine Ausnahme machen. Ich hab leider nur eine Ausgabe mit Filmcover in der Bibliothek gefunden, aber ich muss mich allein bei dem einen Bild schon über den Film ärgern. Aber spulen wir ein bisschen zurück.

Ich mag Märchen, zumindest die mit einem Happy Ending. Ich finde auch die Idee cool, sie in die Gegenwart zu versetzen, aber ich bin auch skeptisch, weil ich denke, dass da oft oberflächlicher Schmarrn rauskommt. Ich habe den Film, der an dieses Buch angelehnt ist, schon vor ein paar Jahren gesehen und war wenig beeindruckt. Ich kann mich kaum noch an Details erinnern, ich weiß nur noch, dass mich die Verwandlungsszene am Ende angepisst hat. (Ich schreibe jetzt nicht "Spoiler Alert", weil die Handlung kann ich wirklich als bekannt voraussetzen.) Außerdem fand ich, dass der Typ zwar gut hergerichtet, aber eben kein Biest oder Monster war. Aber ich dachte mir, dass hinter einem schlechten Film ein gutes Buch stecken kann, da gibts ja zahlreiche Beispiele.

Tatsächlich hat mir das Buch gut gefallen, was sich alleine schon daran zeigt, dass ich es gestern ausgeborgt und heute bereits fertig gelesen habe. (Zugegeben, trotz der 300 Seiten liest es sich schnell.) Es hat ich überrascht, wie sehr mich das Buch fesseln konnte, obwohl ich genau wusste, wie es ausgehen würde. Es war sprachlich nicht super anspruchsvoll und ich hätte ohne die kleinen Chats dazwischen leben können, die meiner Meinung nach die Illusion der Story empfindlich stören, aber sie waren Gott sei Dank nur sehr spärlich eingestreut. Was mich aber besonders dazu bewegt, dieses Buch zu empfehlen, ist, dass es mich zum Heulen gebracht hat. Offensichtlich war ich also in das Schicksal der Figuren so investiert, sonst hätte ich wohl kaum feuchte Augen bekommen. (Weinen, wenn man liest, ist übrigens viel beschissener als beim Fernsehen. Dort muss man nämlich nicht scharf sehen können, um weiterzumachen.)

Jetzt doch noch: Spoilers!

Nun zum Film. Wow. Da haben sie aber wirklich Einiges versaut. 1. Das Offensichtliche zuerst: Im Buch wird er wirklich zu einem Biest mit Fell und Klauen! Im Film hat er eine Glatze, ein paar Narben und Tatoos. Buhu. 2. Obwohl ich Neil Patrick Harris wirklich mag, muss ich außerdem anmerken, dass er als blinder Lehrer wirklich fehlbesetzt war. 3. Das Buch ist sehr ähnlich der Disney-Verfilmung, nur dass der Vater von Lindy ein Junkie ist, der beim Biest (Adrian) einbricht und seine Tochter anbietet, sollte Adrian auf eine Anzeige verzichten. Dadurch hat man auch im Buch die Spannung, dass Adrian erst mal Lindys Grundabneigung gegen ihn überwinden muss. Im Film rettet er ihr das Leben und bringt sie bei sich unter. 4. Ich kann mich im Film nicht an den magischen Spiegel erinnern. Der hat im Buch eine wichtige Rolle (und ist einfach ein cooler Gegenstand). Allerdings: Die Verwandlungsszene ist dem Buch sehr ähnlich und beide Varianten haben mich geärgert. Nimmt den ganzen Emotionsbogen aus der Geschichte. Hätte sich Alex Flinn doch was von Disney abschauen sollen.

Das Buch war gute Unterhaltung, auch wenn ich sicher bin, dass man aus der Idee noch ein bissi mehr hätte rausholen können. Vom Film würde ich aber eher abraten.

Sarah L.
Buch 6 von 41

P.S.: Der Weltmann kennt gewöhnlich die Menschen, aber nicht den Menschen. Beim Dichter ist es umgekehrt. - Marie von Ebner-Eschenbach

Freitag, 15. Januar 2016

Mord ist schlecht fürs Geschäft - Honey Driver ermittelt

Ich habe schon eine Menge Bücher gelesen - Fantasy, Science Fiction, Mysterie ect. - aber Krimis gehören nicht dazu.
Ich habe noch nie einen Kriminalroman gelesen, weil die Menschen auf eine Art umgebracht werden, wie es im wirklichen Leben auch passieren könnte. Was bei Fantasybücher nicht der Fall ist.
Wenn in solchen Bücher Menschen getötet werden, weiß man, dass das nur Fiktion ist.

Aber als ich dieses Buch angefangen habe zu lesen, konnte ich einfach nicht aufhören.
Ich mag noch immer nicht, dass Personen umgebracht werden, aber die Hauptpersonen und der britische Humor lassen mich das einfach vergessen.

Inhalt:
Die Hauptperson - Honey Driver - hat eigentlich genug um die Ohren: Sie leitet ihr eigenes Hotel in Bath, hat eine 18-jährige Tochter und eine Mutter, die ständig damit beschäftigt ist, sie wieder zu verheiraten. Trotzdem wird Honey zur neuen Verbindungsfrau des Hotelverbands zur Polizei.
Kurz darauf verschwindet ein amerikanischer Tourist spurlos aus einer Pension.
Da ihr Ansprechpartner bei der Polizei wenig kooperativ ist, ermittelt sie auf eigene Faust.

Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, bin ich echt froh, dass dies der erste Teil einer 13-teiligen Krimi-Serie ist.

Sophie

Donnerstag, 14. Januar 2016

Macht der Seelen - Zeds Story

Ich bin der Meinung, dass Bücher, die unter 150 Seiten haben, unnötig sind, da sich bei diesen keine richtige Spannung aufbauen kann.
Weil es jezt aber heißt "a book that't under 150 pages", muss ich über meinen eigenen Schatten springen und eines lesen.

Diese Buch ist Teil einer Serie.
Es erzählt die Biografie von Zed und wie er zu der Person wurde, die er am Anfang vom ersten Teil der Trilogie ist.

Eigentlich wollte ich ja die Haupthandlung zu der Büchserie beschreiben, da ich aber nicht weiß, wie ich es formulieren soll, lasse ich es lieber.

Sophie

Mittwoch, 13. Januar 2016

Das Buch, das sich nicht einordnen lässt - Die Legenden von Andor

Autorin: Stefanie Schmitt

Warum gibt es zwar eine Science Fiction aber keine Fantasy Kategorie? Oder lest ein Buch zu einem Spiel. 
Na egal, gelesen habe ich es auf jeden Fall. Warum? Weil es das Buch zum Brettspiel ist. Wer das Brettspiel nicht kennt, der kann sich ja gerne mal vom Spiel fertig machen lassen. 

Auf jeden Fall behandelt das Buch die Vorgeschichte zum Brettspiel. Man lernt die Charaktere, die man selbst dann spielen kann, kennen und natürlich auch alle Charaktere, die eigentlich nur Karten sind und gar keine Geschichte erzählen. Und wenn einer der Charaktere sich mit den Worten: "Noch nie eine kotzenden Zwerg gesehen?" vorstellen, dann muss man das Buch einfach ein bisschen mehr mögen. 
Ja, es ist jetzt nicht das super gute Jugendbuch und manche Dinge stören mich - vor allem die Formatierung. Es fehlen Absätze. Und warum muss man eine Liebensgeschichte einbauen, wenn man gerade den Oberbösewicht bezwingen will? 

Dennoch hatte ich Spaß am Buch. Einfach weil ich die Charaktere, die ich schon von Namen kenne, jetzt auch mit Hintergrundgeschichte sehen kann. 
Was mir sehr gut gefallen hat, war auch, dass die beiden wirklichen Hauptfiguren Frauen waren. Das ist ja in einem Helden kämpfen gegen Monster mit Schwert und Bogen Buch nicht immer der Fall. Klar, zwei der vier Helden sind Männer (oder zumindest ein Mann und ein Zwerg), aber die machen eigentlich nicht viel. Also ja, sie kämpfen, aber der Fokus liegt auf Chada und Eara. 

Wem das Brettspiel gefällt, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen. Es ist im gleichen Stil geschrieben wie die Texte im Spiel - immerhin ist die Autorin die Frau des Spieleautors. 

Wer das Buch nicht mag, sollte dennoch das Spiel probieren. Auch wenn man scheitert, macht es unheimlich viel Spaß. 

Und weil das Buch sich nicht einsortieren lassen will (es spielt sogar im Herbst/Winter und nicht im Sommer), nehme ich es als Book thats quaranteed to bring you joy. Da passt es natürlich auch nicht hinein, weil ich es ja zum ersten Mal gelesen habe und noch nicht wusste, wie ich es finden werde. Aber da ich das Spiel liebe und die Geschichten, die das Spiel erzählt, hatte ich schon eine freundige Erwartung an das Buch. Das passt also noch am Besten. Ansonsten könnte man das Buch auch  an einem Tag auslesen - also ein fauler Tag am Strand oder im Bett oder so. Es hat knapp über 300 Seiten, ist aber leicht geschrieben, hat Bilder zwischen den Kapiteln und man kommt schon in den Lesefluss hinein. 

Die Wette meines Vaters, oder: Mach das!

Autor: Martin Apolin

Mein Vater hat sich für das neue Jahr nicht nur einen Vorsatz ausgesucht, sondern auch noch fünf seiner Kollegen überzeugt mitzumachen. Die sechs Herren haben beschlossen, innerhalb eines Monats, nämlich im Jänner, so viel Gewicht zu verlieren wie möglich, relativ zu ihrer Ausgangsmasse. Die Top 3 werden dann im Februar von den Bottom 3 zum Essen ausgeführt, außerdem gibt es einen Pot, in den jeder einen kleinen Geldbetrag eingezahlt hat. Gestern hat mein Vater zugegeben, das Ganze nur organisiert zu haben, weil er als Ultraehrgeizler die richtige Motivation braucht, um abzunehmen.

Warum erzähle ich euch das? Weil ich bei dieser Geschichte an die Reading Challenge 2016 denken musste. Klar hätte ich auch teilgenommen, wenn sich niemand gemeldet hätte, aber so macht es nicht nur mehr Spaß, ich will auch schneller vorankommen. Ich bin meinem Vater da wohl doch ein bissi ähnlich, selbst wenn das hier überhaupt kein Wettbewerb ist.

Um gleich messbare Erfolge zu haben und ein paar Hackerl setzen zu können, lese ich zurzeit ein paar dünnere Bücher. Ich bin keine schnelle Leserin und kann momentan keine ganzen Tage oder Wochenenden einem Lesemarathon widmen. Aber mein Stapel hat ja auch genug schlankere Titel, so wie mein self-improvement book "Mach das! Die Physik des Abnehmens" von Martin Apolin (der übrigens mein Betreuungslehrer in Physik ist). Man kann natürlich diskutieren, ob dieser Band wirklich ein Selbsthilfebuch ist, aber ich sage mal, ja. Ziel ist zwar nicht zwingend, dass die LeserInnen abnehmen, sondern dass sie aufgeklärt und von Mythen befreit an die Sache herangehen, aber der Autor stellt immer wieder klar: "Kleinvieh macht auch Mist!" Und wenn wirs ganz streng wörtlich nehmen, habe ich mich selbst verbessert: durch einen Wissenszuwachs.

Ich fand das Buch gut zu lesen, aber als Physikerin machen mir die mathematischen oder physikalischen Überlegungen auch kein allzu großes Kopfzerbrechen. Ich finde es allerdings sehr interessant, was für Überlegungen Martin alle einbringt und was er nicht alles recherchiert hat. Eine lehrreiche Lektüre, die mich in zukünftigen Diät-Diskussionen sicher nur noch klugscheißerischer argumentieren lassen wird. Wer wissen will, ob man wirklich 5 kg in einer Woche abnehmen kann, wird hier fündig. (Antwort übrigens: nein, kann man nicht. Jedenfalls nicht Fett.) Auch Fragen nach den besten Sportarten zum Abnehmen, sowie Art der Durchführung und Zeit, werden hier schlüssig mit viel Hausverstand und etwas Physik (plus ein wenig Medizin) argumentiert. Sehr lehrreiche, leicht verdauliche Lektüre.

Als Nächstes geht das Buch übrigens an meinen Papa weiter, der gestern schon interessiert gemeint hat: "Na, das kannst mir dann auch mal geben." Und so schließt sich der Kreis.

Sarah L. 
Buch 5 von 41

P.S.: Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde gar so oft die gescheiterte Willenskraft. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Dienstag, 12. Januar 2016

Midnight Eyes - Trännenglut

Ich glaube, ich habe schon einmal erwähnt, dass ich gerne lese. Daher ist es für mich normal, das eine oder andere Buch an einem Tag auszulesen - manchmal sogar Bücher, die mehr als 400 Seiten haben.

Da ich bei meinem letzten Beitrag schon den ersten Teil der Midnight Eyes Trilogie vorgestellt habe - und ich kein großer Fan von spoilern bin - lass ich dieses Mal die Inhaltsangabe aus, da dies der dritte Teil der Serie ist.

Da ich die Serie regelrecht "verschlungen" habe, finde ich es recht schade, dass die Autorin nicht mehr geschrieben hat.


Sophie


A Cavern of Black Ice

Sarah (L) hat mir von der Reading Challenge erzählt und ich dachte mir, das ist mal eine neue Art, mir auszusuchen, welches meiner vielen Bücher ich als nächstes lesen werde. Ich bin schon neugierig, ob ich mit meinem Vorrat durchkommen werde, oder wie viele neue Bücher durch die Challenge in meinem Regal landen werden.
Als erstes Buch hab ich J. V. Jones "A Cavern of Black Ice" genommen, ein Buch mit 800 Seiten, was damit leicht die 600+ Seiten-Kategorie erfüllt.
Das Buch spielt in einer Fantasywelt in einem sehr kalten Gebiet. Wilde Kriegerklans haben sich vor langem ein Gebiet aufgeteilt, werden aber durch einen machtgierigen Zauberer, dem Herrscher einer naheliegenden Stadt, gegeneinander aufgewiegelt; der gleiche Zauberer hat eine junge, magisch hochbegabte Frau eingesperrt, aber sie ahnt böse Pläne und flieht mit einem verstoßenen Klankrieger, um ihre Magie zu zähmen, bevor eine uralte Barriere gebrochen wird und viel Unheil über die Welt hereinbricht. Sehr detaillierte Welt, aus vielen Blinkwinkeln erzählt, viel Hintergrundgeschichte kommt im Lauf der Zeit, viel ist immer noch offen. Also nicht der typische Infodump am Anfang des Buches, andererseits auch nicht alles "geheim! geheim!" bis zum Ende. Das Buch gefiel mir gut, wenn es auch etwas lange war -- dafür ist auch viel passiert. Ein Problem: ich hab nach dem Lesen herausgefunden, dass es vermutlich 5 Bände geben wird, aber es sind erst vier heraußen und der fünfte ist ohne Datum "verschoben", die Autorin online nicht aktiv seit 2014.

Montag, 11. Januar 2016

Burschen in der Unterstufe sind einfach zum Lachen: Tschick

Autor: Wolfgang Herrndorf

Eine der Kategorien, die mich an dieser Challenge am wenigsten gereizt hat, war "A book about a road trip". Ich hatte noch nie was für Roadtrips übrig, ich kann keine Filme mit diesem Inhalt nennen, die mir gefallen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch nie ein Buch über einen Roadtrip gelesen habe. Ich hatte auch irgendwie den Eindruck, Roadtrips waren oft sehr depressive Angelegenheiten, außer wenn es sich um Slapstick handelte. Das mag auch alles stimmen, aber auf Tschick trifft das alles nicht zu.

Tschick ist das erste Buch dieser Challenge, von dem ich so richtig begeistert bin. Und damit meine ich so richtig. Am liebsten würde ich mit dem Buch auf die Straße rennen und alle Leute anschreien: "Haben Sie dieses Buch gelesen? Hammergeil, unbedingt lesen!" Ich will eure Erwartungen an dieses Buch jetzt nicht zu hoch schrauben, darum hier, warum dieses Buch mich so begeistern konnte:


"Als Erstes ist da der Geruch von Blut und Kaffee. Die Kaffeemaschine steht drüben auf dem Tisch, und das Blut ist in meinen Schuhen. Um ehrlich zu sein, es ist nicht nur Blut." Das ist der Beginn des Romans. Von der ersten Seite an hat mich die Story gefesselt. Die Geschichte wird von einem der Protagonisten, Maik, 14, erzählt und ist in einem Stil geschrieben, aus dem man einen 14-jährigen durchaus heraushören kann. Ich hab natürlich gleich ein paar meiner Schüler in die Hauptcharaktere hineindenken müssen, und ja, ich kann mir das schon so ein bissi vorstellen ^^ Das steht wahrscheinlich im Kontrast zu Carinas Bemerkung über Sophies Welt, über die sie ja meint, dass die Hauptfigur viel zu schlaue Antworten für eine 14-jährige gibt. Jedenfalls überzeugt das Buch mit einem tollen Erzähler, einer fesselnden Geschichte und unmengen witziger Stellen. Ich habe mehrmals lauthals lachen müssen, und ich will hier nicht spoilern, also lest es selbst.

Ich habe das Buch als Roadtrip-Geschicht gelesen, aber das Ganze läuft im September 2016 in den Kinos an, also könntet ihr das noch in eure "A book that's becoming a movie this year"-Zeile eintragen. Ich habe mich jedenfalls köstlich bei der Lektüre unterhalten, und ich war sehr zufrieden mit dem Ende. Was eigentlich schon ein Spoiler ist ;-)

Sarah L.
Buch 4 von 41

P.S.: In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Midnight Eyes - Schattenträume

Eigentlich wollte ich zu diesem Thema ein Buch von Cecelia Ahern lesen. Das habe ich aber schnell wieder verworfen, da ich gemerkt habe, dass ich vor ein paar Tagen "Midnight Eyes - Schattenträume" gelesen haben.

Das Buch habe ich eigentlich nur gelessen, da ich vor ein paar Monaten eine andere Serie von dieser Autorin glesen habe und diese hat mit ausgesprochen gut gefallen.
 
Es geht um ein Mädchen namens Emily, die bei ihren Großeltern wohnt. Sie hat in ihrer Vergangenheit viel durchgemacht, sodass sie selbst heute noch von Albträumen und dunklen Erinnerungen heimgesucht wird. Als Emily dann bei einem Schulausflug angeblich einen Dämonen beschwört, hängt deren Existenz voneinander ab. Von nun an versuchen die beiden, den Pakt zu lösen und ahnen dabei nicht, dass ihre Begegnung kein Zufall war.

Meiner Meinung nach war das Buch echt gut, auch wenn es zum Schluss ein wenig zu kitschig wurde.


Sophie

Eigentlich lese ich gerne fröhliche Bücher: Vakuum

Autor und Zeichner: Lukas Jüliger

Themen, die mir in Büchern, Filmen und Serien nicht zusagen: Drogen, Todessehnsucht, psychische Krankheiten. Worum geht es in der Graphic Novel "Vakuum"? Um all diese Dinge. Wenigstens liest sich der dünne Band schnell, und bis kurz vor dem Ende habe ich den Inhalt auch gar nicht für so schlimm empfunden, aber das Ende war dann doch etwas düster für meinen Geschmack. Und noch dazu offen. Brrr. Aber über meine Abneigung gegen offene Enden schreibe ich ein anderes Mal.



Warum lese ich eigentlich ein Buch, dass mich thematisch so gar nicht anspricht? Im Sommersemester 2013 habe ich eine Vorlesung der Germanistik besucht in der es um Kinder- und Jugendliteratur ging ("Von der Fibel zur Future Fiction - Gattungsvielfalt in der KJL"). Gehalten wurde sie von einer ganz tollen Vortragenden, Heidi Lexe. Die Leseliste war bunt gemischt, von Bilderbüchern bis zu YA Romanen war alles dabei. Dort bin ich auch auf die grandiose Graphic Novel "The Arrival" ("Das neue Land") von Shaun Tan gestoßen, die komplett ohne Text auskommt und mich trotzdem tief bewegt hat. Ich habe mir sogar eine der Prüfungsfragen dazu ausgesucht. Im Sommersemester 2014 hat Heidi Lexe wieder eine KJL-Vorlesung gehalten ("Von A wie Apfel bis Z wie Zombie. Motiv-Vielfalt der KJL"), die ich für mein Studium nicht mehr brauchte. Ich habe außerdem gerade mein erstes Unterrichtsjahr gehabt, deswegen konnte ich mir die sicher sehr hörenswerte Vorlesung nicht live geben. Aber ich war in der ersten Einheit und habe mir die komplette Leseliste besorgt. Darunter war die Graphic Novel "Vakuum". Nachdem ich sie jetzt gelesen habe, wäre ich echt neugierig darauf, was dazu in der Vorlesung gesagt worden ist...

Ich habe übrigens recherchiert, ob es im SS15 wieder eine Vorlesung von Heidi Lexe gab. Antwort: ja. Titel: "Mythos Märchen. Literarische Neu-Inszenierungen traditionalen Erzählens in der KJL". Die Leseliste dazu enthält sicherlich Anregungen zum ersten Punkt unserer Challenge, darum hier der Link zum Eintrag im Vorlesungsverzeichnis, wo ihr unter "Weitere Informationen" die Leseliste finden könnt. Und wer noch Anregungen für Graphic Novels sucht (und aus irgendeinem Grund meinen ganz deutlichen Hinweis auf "The Arrival" ignorieren will), der kann sich ja hier Anregungen holen. 

Sarah L.
Buch 3 von 41

P.S.: Nichts wird so oft unwiederbringlich versäumt wie eine Gelegenheit, die sich täglich bietet. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Sonntag, 10. Januar 2016

Taberna Libraria - Das Geheimnis von Pamunar

Als mich meine Schwester (= Sarah Z. ) gefragt hat, ob ich bei der Reading Challenge mitmachen möchte, habe ich sofort zugesagt, da ich gerne und viel lese.

Den ersten Teil der Serie "Taberna Libraria" habe ich zu Weihnachten bekommen und da mir das Buch so gut gefallen hat, habe ich den zweiten Teil auch gleich gelesen.

Da ich nicht spoilern möchte, erkläre ich nur kurz, um was es in der Buch Serie geht:
Es geht um zwei Freundinnen, deren größter Wunsch es ist, eine eigene Buchhandlung aufzumachen. Als sie einen kleinen Laden im beschaulichen Woodmoor erstehen, glauben sie, dass ihr Traum in Erfüllung gegangen ist. Doch ihre Freude währt nur kurz. Denn im Kellergewölbe befindet sich ein Portal, das in eine andere Welt führt, wo übernartürliche Geschöpfe und Magie sind.
Bald darauf befinden sie sich in einen Abenteuer, das ihr bisherige Leben vollkommen auf den Kopf stellt.

Mir hat das Buch recht gut gefallen, obwohl mir eine Protagonistin machmalmal zu naiv vorkommt. Insbesonders die magischen Geschöpfe haben es mir angetan.

Das ist nun meinen erster Beitrag zu Reading Challenge und weitere werden folgen.

Sophie

Von der Unfähigkeit sich zu entscheiden oder Carina liest 4 Bücher gleichzeitig

Als der Punkt erreicht war an dem ich mich aktiv FÜR diese Challenge entschieden habe ist da irgendwie ein Schalter umgekippt. Und seitdem ist "Carina im hypermode" an der Tagesordnung. Ich liebe es Dinge zu strukturieren und kategorisieren und Ordnung in Sachen zu bringen. (retrospektiv betrachtet erklärt sich mein Job im Quality Management da irgendwie von selbst^^) Gut, also nix wie ran an die Tasten und Recherche, Recherche, Recherche. Welche Bücher haben Prequels? Gibt es irgendein Buch auf dieser Welt wo wir Biotechnologen nicht die Bösen sind (a protgonist with your occupation) und ist es möglich ein Buch zu finden, dass in Niederösterreich spielt und kein Krimi ist oder so einen klingenden Namen trägt wie "Die Fische der Donau und ihre Laichplätze" oder "Sagen aus dem Dunkelsteinerwald"? - Die Antwort auf diese Frage ist übrigens Nein, ich habs nicht geschafft sowas zu finden. Also wirds ein Polt-Krimi, mal gucken...


Losgelegt habe ich schon im Dez. mit "Sophies Welt" (a book that plays in summer), das kann ich aber nur in Happen lesen weils sonst ein System overflow ist. Too much information. Die 14jährige Sophie Amundsen (die meiner Meinung nach viiiel zu schlaue Antworten gibt für eine 14jährige) findet in ihrem Briefkasten Brief von einem Unbekannten, "dem Philosophielehrer" der ihr Fragen stellt wie "Wer bist du?" "Woher kommt die Welt?" etc. Woraufhin sich ein Briefwechsel zwischen den beiden entwickelt indem Sophie die ganze Geschichte der Philosophie erklärt bekommt. (Stand S. 169/663)

Außerdem lese ich zum gefühlten 30. und realen 13. Mal "Die unendliche Geschichte" (a book that brings you joy). Zum Inhalt sag ich nicht viel, über das schreib ich später nochmal (Stand S. 153/937)

Als ich letzte Woche meine Cousine besucht hab, habe ich dort "Schmitz' Katze" begonnen, weils am Couchtisch rumgelegen ist. Nach 150 Seiten kann ich sagen: "Das ist absolut kein Buch für mich!" Es erzählt im Grunde nur Anekdoten von Katzen, entweder der eigenen von Herrn Schmitz oder seinen Bekannten. Und am Anfang gehts auch sehr viel um die Anschaffung einer Katze, was man braucht was man nicht braucht und immer wieder "jetzt gehen sie doch endlich los und holen sich eine"- so zirka jedenfalls... kein Fall für mich - abgerbrochen und zähle ich auch nicht zur Challenge


Und zu guter Letzte "Nach Wöteralgen taucht der Dichter- Lyrik aus vier Jahrzehnten" (a book about poetry). Auf das fahre ich gerade voll ab. Ich verstehes teilweise nicht, und das ist ja gerade so cool! Da ist ein einfacher, kleiner, unschuldiger Vierzeiler und ich bin zu doof zu durchschauen was man mir damit sagen will. Auch dieses Buch ging nur in kleinen Happen, aber es macht irre Spaß und ist sehr abwechslungsreich weil sehr lange und sehr kurze, einfache und komplexe Gedichte und einfach ein bisschen von Allem drinnen ist.

Hier mal ein paar meiner Lieblinge:

Friedrich Achleitner:
waon i
a hejd wa

sogaddn dlaid zu mia
du hejd

do bi i liawa
koan

Juliane Windhager
Der Mohn von Putna
Von Putna der Mohn
deckt die
Lust des Wojwoden
zu seiner
Wojwodin zu
ihre Stein-Epitaphe
im Kerzenwald
und den geborstenen
Mantel der Siege
von gestern.
Unsterblicher Mohn
schlägt über den Türmen von Putna
zusammen
rot weiß
und geflammt. 

Carol Ann Duffy
Talent
Das ist das Wort Drahtseil. Jetzt stell dir
einen Mann vor, der sich im Raum zwischen unseren Gedanken
langsam auf dem Seil bewegt. Er hält unseren Atem an.

Es gibt kein Wort Netz.

Du willst, dass er fällt, nicht wahr?
Das dachte ich mir schon; er schwankt, aber er schafft es.
Das Wort Beifall steht ihm im Gesicht geschrieben. 

Ich lese und weiß nicht, warum: Das Blütenstaubzimmer

Autorin: Zoë Jenny
 

Manchmal nimmt man ein Buch in die Hand und liest, liest weiter, ganz ohne Grund. Und man will weiterlesen, obwohl man nicht erklären kann, warum. "Das Blütenstaubzimmer" war für mich so ein Fall. Ich kann euch eigentlich nicht sagen, worum es in diesem dünnen Band ging, aber irgendetwas daran hat mich festgehalten, bis ich fertig war. Auf dem Buchrücken ist zu lesen: "Eine junge Frau begibt sich eine Reise. Sie verlässt den Vater, um die Mutter zu finden. Doch ihr Weg führt zum unausweichlichen Abschied von den Eltern." Wie so oft ist auch dieser Klappentext einer, der den Charakter des Buches so gar nicht trifft. Er gaukelt vor, es gäbe hier eine Handlung, einen klaren Plot, aber danach habe ich vergebens gesucht.

"Als meine Mutter ein paar Straßen weiter in eine andere Wohnung zog, blieb ich bei Vater." - Das Blütenstaubzimmer, Zoë Jenny

Eigentlich mag ich Geschichten nicht, die keine wirkliche Handlung haben. Es gibt da einige Filme (Up in the Air zu Beispiel) und Bücher, die einen irgendwie leer und unbefriedigt zurücklassen. Trotzdem habe ich das Buch mit einem gewissen Genuss gelesen, aus zwei Gründen: Erstens hat es viele Leerstellen, die man als Leserin detektivisch zu füllen versucht, was zum Teil gelingt, zum Teil aber auch nicht. Ich mag das an Texten, es faszniert mich, schlägt mich in den Bann. Zweitens spielt es in Italien, im Sommer. (Glaube ich zumindest. Das war eine von den Leerstellen, die ich gefüllt habe.) Und dabei habe ich ein bisschen Fernweh bekommen. 
 
Sarah L.  
Buch 2 von 41

P.S.: "Die einfachste und bekannteste Wahrheit erscheint uns augenblicklich neu und wunderbar, sobald wir sie zum ersten Mal an uns selbst erleben." -- Marie von Ebner-Eschenbach