Samstag, 26. November 2016

Wenn (Alp)Träume wahr werden oder: Meine wundervolle Buchhandlung

Autorin: Petra Hartlieb

Meine Mama, deren Buchgeschmack ich ihm letzten Eintrag bemängelt habe, weiß mittlerweile, welche Bücher sie mir schenken kann und welche mich eher nicht ansprechen. (Sie hat mir ja Kerstin Giers Für jede Lösung ein Problem nicht wirklich empfohlen, ich habe ihre Begeisterung als Empfehlung interpretiert.) Sie war vor wenigen Wochen auf einer Lesung und hat mir dann eines der Bücher der Autorin mitgebracht.

Petra Hartlieb besitzt (in der Realität) eine Buchhandlung in Wien, die sie mehr oder minder spontan mit ihrem Mann gekauft hat. Die Geschichte dieser Nacht-und-Nebel-Aktion hat sie schriftlich festgehalten und ist wirklich flüssig zu lesen. Die vielen Hochs und Tiefs fesseln, obwohl eigentlich gar nicht viel passiert... naja eigentlich schon, aber ihr wisst was ich meine: Die Geschichte hat zwar einen klaren Anfang, aber ist ja noch nicht wirklich abgeschlossen.

Da ich ja sechs Jahre lang im Buchhandel gearbeitet habe, konnte ich an vielen Stellen mit der Autorin mitleben. Den Traum von der eigenen Buchhandlung habe ich ja schon vor vielen Jahren verworfen (und das Buch hat mich darin bestärkt, das nie machen zu wollen), aber neben nervigen Kunden liest man aus der Erzählung auch ganz viel Liebe zum Medium Buch heraus. Wirklich gerührt hat mich eine Passage, wo die Autorin über ein Buch schreibt, dass sie voll gepackt und nicht mehr losgelassen hat (steht schon auf meiner Leseliste ^^). Dort heißt es: Und solche Bücher sind es dann, die einen vergessen lassen, dass man viel zu viel arbeitet und viel zu wenig dabei verdient, denn wir verkaufen das schönste Produkt, dass es gibt. Wir verkaufen Geschichten. Da war ich dann schon ein bisschen gerührt, weil ich ihr das wirklich gut nachempfinden konnte.

Signiert ist meine Ausgabe zwar schon, aber ich muss jetzt natürlich trotzdem dringend auf die Währinger Straße und mir das Geschäft anschauen!

Sarah L.
Buch 21 von 41

P.S.: Begesiterung spricht nicht immer für den, der sie erweckt, und immer für den, der sie empfindet. -- Marie von Ebner-Eschenbach

1 Kommentar:

  1. Ebenfalls gelelen, und dann für meine Mama, die Krimis liebt, den ersten Hartlieb-Krimi in der neueren Filliale gekauft ;)

    AntwortenLöschen