Sonntag, 26. Juni 2016

Adam Silvera - More Happy Than Not

In einer nahen Zukunft bietet eine Firma das Service, dass man Erinnerungen unterdrücken kann. Ein Jugendlicher verlor vor kurzem seinen Vater wegen Selbstmords und versuchte, sich selbst umzubringen. Jetzt ist er aber in einer guten Beziehung mit einem Mädchen, als er einen anderen Jungen kennenlernt und sich in ihn verliebt. Leider ist der nicht schwul. Was tun?

Ich kann jetzt schon sagen, Happy End gibt es keins, aber das Buch hat mir gut gefallen.

Freitag, 17. Juni 2016

Christopher Brookmyre - On the Last Day of Christmas & Dead Girl Walking

Inzwischen erkennt ihr den Namen vermutlich schon. Christopher Brookmyre ist ein schottischer Krimiautor, den ich gerne lese.

Da Sarah mit meiner Wahl für die Kategorie Prequel nicht zufrieden war und ich Ender's Game aber nicht noch einmal lesen wollte, fand ich zwei andere Bücher.

On the Last Day of Christmas ist das offizielle Prequel zu Dead Girl Walking. In "Christmas" legt sich Jack Parlabane, der Journalist mit mehr Neugier, als gut für ihn ist, mit dem britischen Geheimdienst an, um einer Whistleblowerin (wie heißt das auf Deutsch?) zu helfen. Wie oft, geht auch diesmal einiges schief.

In dem eigentlichen Buch, Dead Girl Walking, verschwindet eine Rocksängerin kurz vor ihrer Amerikatournee. Ihre Managerin fürchtet sich, dass ihr etwas passiert ist, mag aber nicht an die Öffentlichkeit gehen, um die Tour nicht zu gefährden, und bittet kurzerhand Jack darum, sie zu finden.

Parallel dazu ist in Schottland noch ein Mord mit einem Scharfschützengewehr passiert. Besteht ein Zusammenhang? Das dürft ihr selbst nachlesen.

"Christmas" fand ich nicht so gelungen, aber Dead Girl Walking gefiel mir gut.

Terry Gilliam - Gilliamesque

Terry Gilliam, der Zeichner/Collagist der Monty Pythons, erzählt seine Lebensgeschichte. Bis zur Hälfte vom Buch war es nicht so spannend. Ab da, wo er über die Filme erzählt, bei denen er Regisseur war, hat es mich mehr interessiert. Jetzt werde ich mal seine Filme nach-schauen :)

Sonntag, 12. Juni 2016

Ben H. Winters: The Last Policeman

Ein Asteroid kommt auf die Erde zu und wird in einem halben Jahr einschlagen, was eine Art Weltuntergang auslösen wird. Viele Leute scheißen auf die Konsequenzen und machen, was sie immer schon machen wollten, aber sich nicht trauten.

Ein Detektiv will aber weiterhin einfach seine Arbeit machen und stolpert über einen Selbstmord, der ihm nicht wirklich nach Selbstmord aussieht, was ihm aber keiner seiner KollegInnen glaubt. Andererseits soll er ruhig machen, was er will, es sind ja nur mehr 6 Monate...

Sowohl die Hauptfigur als auch der Tote sind interessant gezeichnet, und die Untersuchung läuft spannend ab. Hat mir gefallen, und es gibt noch zwei Bände in der Serie.

Samstag, 11. Juni 2016

Tanith Lee: Delusion's Master

Basierend auf dem Turmbau von Babel erzählt die Autorin davon, wie sich der Herrscher der Nacht, weil er sich nicht richtig von der Menschheit wertgeschätzt fühlt, an den Menschen rächt. Dabei macht er auch einige wahnsinnig, was den Herrscher der Verrücktheit erbost und auf Rache sinnen läßt.

Ich mag den Stil dieser Bücher (dritter Band in einer lose zusammenhängenden Serie), wie Märchen, nur für Erwachsene. Die über(un?)menschlichen Figuren verhalten sich sonderbar, aber doch nachvollziehbar. Zwischendurch wird dann auch einfach mal 50 Seiten abgebogen und die Vorgeschicht erzählt.

Das einzige, was ich dagegen sagen will, ist dass es manchmal ein bisschen lang wird, obwohl es nur 200 Seiten hat, aber das ist wohl, weil Märchen einfach kürzer sind.

Die Bücher zum Prequel - Elfentochter und Elfenkönigin

Autorin: Holly Black



Wie schon in meinem letzten Beitrag geschrieben habe ich mich nun über die beiden ersten Bücher der Trilogie (wenn man sie so nennen will) hergemacht. Da ich die Bücher schon fast auswendig kenne, ging das recht schnell. Dennoch habe ich wieder neues entdeckt, da ich nun das Prequel kenne. Vor allem im zweiten Buch Elfenkönigin kommen viele Charaktere vor, die auch in Elfenherz vorkommen. Mir haben die Bücher auf jeden Fall wieder Spaß gemacht. 

Mittwoch, 8. Juni 2016

Wenn man ein Buch am 7. Juni ausliest, das auch am 7. Juni endet: Der Trafikant

Autor: Robert Seethaler

Kommt euch das Bild bekannt vor? Thomas hat vor ein paar Wochen schon darüber berichtet.

Ich gehe heute ins Theater. Was hat das mit dieser Lektüre zu tun? Folgendes: Die Karten sollten bis Montag (zwei Werktage vorher) abgeholt werden, und da sie Teil unseres "Volkstheater in den Außenbezirken"-Abos sind, brauchte ich dazu unsere Abokarten. Die habe ich aber am Montag in der Früh nicht eingesteckt und somit bin ich von der Schule heimgefahren, von zuhause zum Volkstheater und zurück -- jede Strecke dauert ca. 45-50 min. Also habe ich das Ganze positiv gesehen und die Zeit genutzt um Der Trafikant weiterzulesen. Nachdem ich dann gestern auch noch eine zweistündige Schularbeit beaufsichtigt habe, war das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen.

Das Buch hat mir eine ehemalige Kollegin aus der Buchhandlung geschenkt, als ich mal vorbeigekommen bin und es mir von ihr hab empfehlen lassen. Ich finde, sie hat mich da auch ganz gut beraten, die Geschichte ist durchaus fesselnd, weil sie in Wien 1937/38 spielt und die Hauptfigur Siegmund Freud kennen lernt. Nun muss ich gestehen, dass ich kein Fan von Freud bin, vor allem wegen seiner Meinung über Frauen, aber in diesem Roman wurde er sehr menschlich und durchaus sympatisch dargestellt, mit kurzen Passagen, die sogar aus seiner Sicht erzählt werden.

Außerdem ist Seethaler sprachlich auch gut unterwegs. Es gab einige sehr einprägsame Zitate, etwa Freuds Resümee: "'Jaja', seufzte Freud, 'an den Klippen zum Weiblichen zerschellen selbst die Besten von uns!'" Beeindruckt hat mich während des Lesens aber ein sich über mehrere Zeilen erstreckender Satz, der trotz seiner Länge unglaublich gut fließt und die Szene ganz fabelhaft illustriert. Die Hauptfigur bittet seinen Lehrherren mit einer fadenscheinigen Ausrede, ihn früher aus dem Dienst gehen zu lassen. Reaktion des Trafikanten: "Der Trafikant schraubte seine Füllfeder zu, steckte sie sorgfältig in sein über die Jahre ein bisschen speckig gewordenes Lederetui, beugte sich über das soeben mit einer Reihe dringend benötigten Bestellungen vollgeschriebene Papier, blies sachte die Tintenschrift trocken, blickte dann über den Brillenrand hinweg auf seinen immer noch unverändert breitbeinig vor ihm plazierten Lehrling und entließ ihn für den Rest des Tages mit den von einem schweren Seufzer angeschobenen Worten: 'Na dann schleichst dich jetzt halt meinetwegen.'"

Wirklich spannend fand ich aber, dass auf der letzten Seite ein datiertes Schriftstück vorkommt, dass sozusagen am letzten Tag der Handlung verfasst wird. Das Datum ist der 7. Juni 1938 und ich habe es gestern, am 7. Juni 2016, fertiggelesen. Übrigens gibt es noch eine Theaterverknüpfung, die ich bisher verschwiegen habe: In der kommenden Saison ist Der Trafikant eines der Stücke, dass ich und meine Familie im Rahmen unseres Abos sehen werden. Allerdings sehen wir es nicht am 7. Juni. Das wäre aber auch unheimlich.

Sarah L.
Buch 14 von 41 
Ein Drittel geschafft! ... Aber nur noch das halbe Jahr übrig?

P.S.: Ihr jubelt über die Macht der Presse -- graut euch nie vor ihrer Tyrannei? -- Marie von Ebner-Eschenbach

Fangirl moments all around: The Kane Chronicles

Autor: Rick Riordan



Letztes Jahr habe ich die Kane Chronicles von Rick Riordan (Autor von Percy Jackson) begonnen. Die Trilogie spielt zwar in der selben Welt wie Percy Jackson, verwertet aber nicht die griechische, sondern die ägyptische Mythologie.  Ich war anfangs wenig beeindruckt, es hat für mich sicher ein Drittel des ersten Teils gebraucht, um mit dem Setting und den Protagonisten warm zu werden. Der zweite Teil hat mir gleich von Anfang an sehr gut gefallen, vermutlich wegen dem tollen Sidekick Bes. Aus irgendeinem Grund habe ich nach dem zweiten Teil nicht gleich den dritten weitergelesen - ich glaube, da kam gerade Magnus Chase (wieder der gleiche Autor) raus, und ich habe mich erst mal damit beschäftigt.

Jetzt habe ich mir den Abschluss der Trilogie aber doch noch zur Brust genommen und habe ihn sehr genossen. Nein, die Kane Chronicles können nicht mit Percy Jackson mithalten, aber es gab trotzdem zahlreiche Elemente, die ich sehr genossen habe, allen voran die tierischen Sidekicks wie Philip of Macedonia (ein Albinokrokodil, das das Haus beschützt und im Swimming Pool wohnt), Freak (ein nach Truthähnen süchtiger Greif) und Khufu (der Bastketball spielende Pavian, der nur Dinge isst, die auf O enden: Cherios, Avocados, etc). Außerdem gibt es wieder witzige Kapiteltitel, wie schon auch schon in Percy Jackson.

Das beste am letzten Teil der Serie war allerdings eine Kurzgeschichte am Ende des Buches: Carter Kane (Hauptfigur aus den Kane Chronicles) trifft Percy Jackson auf der Jagd nach einem entlaufenen Monster. OH MEIN GOTT!!! Mit Andeutungen, dass es ein großes Abenteuer geben könnte, wo alle Mythologien sich überschneiden!!! Sollte das wirklich auf uns zukommen, werde ich wochenlang nichts anders tun können als zu kichern und zu quietschen. Seid gewarnt.

Sarah L.
Buch 13 von 41

P.S.: Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Dienstag, 7. Juni 2016

A book and its Prequel - Elfenherz

Autorin: Holly Black

Elfenherz ist jetzt kein klassisches Prequel Buch, aber ich denke es zählt dennoch. Eigentlich ist es der dritte Teil einer Reihe. Elfentochter und Elfenkönigin sind die beiden ersten Teile. Allerdings spielt Elfenherz vor der Geschichte von Elfenkönigin und mehr oder weniger während den Geschehnissen von Elfentochter oder vielleicht auch ein bisschen danach. So genau kann man es nicht einordnen. 

Elfenherz erzählt die Geschichte von Val (Valerie), die ihren Freund und ihre Mutter zusammen im Bett erwischt und deswegen abhaupt. Sie schlägt sich in New York auf der Straße herum und lernt dort Dave, Lollie und Luis kennen. Und damit beginnt ihr Abenteuer in der Welt der Elfen. 

Val kommt zwar in Elfenkönigin nicht vor, sehr wohl aber Luis und Dave und auch einige andere Charaktere. Es spielt in der gleichen Welt, erzählt aber einen anderen Handlungsstrang. 

Ich mochte die ersten beiden Teile sehr gerne und ich muss sagen, mir hat auch Elfenherz sehr gut gefallen. Es beginnt zwar sehr wie ein normaler Teenager Roman, aber es wird dann doch schnell zu einer Fantasiewelt und das macht einfach sehr viel Spaß. Dinge, die schon am Anfang angedeutet werden, kommen dann am Schluss ans Licht und die meisten Vermutungen, die man so hat, erweisen sich auch als wahr. Das nimmt aber der Geschichte nicht die Spannung. 

Ich mache mich auf jeden Fall jetzt noch daran, Elfentochter und Elfenkönigin nochmal zu lesen. Auch wenn ich die Bücher sicher schon zehn Mal gelesen habe. 

Freitag, 3. Juni 2016

Christopher Brookmyre - Black Widow

Zum Glück hat einer meiner Lieblings-Krimi-Autoren heuer schon ein Buch veröffentlicht, damit kann ich noch eine Kategorie mit ihm füllen :)

Eine Chirurgin steht vor Gericht, ihren Mann umgebracht zu haben. Sie hatte vor Jahren schon Berühmtheit erlangt dadurch, dass sie Ungleichstellung von Frauen in ihrem Beruf auf einem anonymen Blog kritisiert hatte, bis sie gehackt und bloßgestellt wurde. Vor ein paar Monaten hat sie sich in einen ITler verliebt und ihn geheiratet. Jetzt ist er unter mysteriösen Umständen verschwunden.

Ich hab bei diesem Buch das Gefühlt gehabt, dass ich das meiste schon 10 Seiten vorher errate, was den Lesespaß doch etwas mindert. Ansonsten gute Figuren, und leicht widersprüchliche Erzählungen aus den verschiedenen Standpunkten, was das ganze wieder interessanter machte.