Sonntag, 24. April 2016

"Für ein Reclam gar nicht so furchtbar": Nathan der Weise

Autor: Gotthold Ephraim Lessing

Als Deutschlehrerin tue ich natürlich mein Möglichstes Bücher für die Klassenlektüre auszuwählen, die meinen Schülerinnen auch gefallen könnten. Aber egal, was ich heraushole (selbst "Gut gegen Nordwind"), sie jammern immer. Bei einer kleinen Befindlichkeitsabfrage zur Lektüre von Nathan der Weise hat aber eine Schülerin so etwas gesagt wie: "Für so ein Reclam ist es gar nicht so furchtbar." Das muss ich also quasi schon als Erfolg verbuchen.

Nathan der Weise ist von Lessing übrigens als Lesestück konzipiert worden, weil er dachte, dass es aufgrund seiner Thematik nicht im Theater gespielt werden würde. Anstatt mich hier aber mit einer Zusammenfassung abzumühen, verweise ich euch an einen netten YouTube-Channel, der das ganz gut hinbekommt.


Ich finde das Stück sehr lesenswert, weil es ein immer noch aktuelles Thema behandelt und gleichzeitig ein bisschen etwas von einer Soap hat, wo man Stück für Stück Skandalöses über die Figuren und ihre Beziehungen zu einander erfährt.

Vor etwa 12 Jahren hat es übrigens eine Inszenierung am Burgtheater gegeben, die sehr texttreu war und in der Klaus Maria Brandauer die Hauptrolle gespielt hat. Hab ich mir damals sogar zweimal angeguckt.


Sarah L.
Buch 12 von 41

P.S.: Sagen, was man denkt, ist manchmal die größte Torheit und manchmal -- die größte Kunst. -- Marie von Ebner-Eschenbach

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen