Montag, 28. Dezember 2015

*kopffährtherum* Hat hier jemand "Challenge" gesagt?

Ich liebe Herausforderungen. Wirklich. Naja, eigentlich liebe ich Challenges. Und ja, da ist ein bisschen ein Bedeutungsunterschied zwischen dem Englischen und dem Deutschen. Im Deutschen denkt man eher an schwierige Aufgaben, im Englischen hat das viel eher den Beigeschmack von einer Abmachung. Im Deutschen: Diese Schulklasse ist eine Herausforderung. (=Sie sind furchtbar zu unterrichten.) Im Englischen: I'm participating in a book challenge! (=Dieses Jahr werde ich viel lesen. Hurra!)

Einige Leute könnten (und würden) jetzt wohl einwenden, dass man keine Challenge braucht, um mehr zu lesen. Das ist richtig, aber für mich funktioniert das "Challenge-Konzept" einfach besser. Da habe ich ein klares Ziel vor Augen. Und man kann Leuten viel leichter verklickern, worum es geht. Es hat etwas Sportliches an sich, auch wenn es sich um eine ganz und gar unsportliche Tätigkeit handelt.

Im Vorfeld dieser Herausforderung hat sich die Frage ergeben: Muss man denn alle 40 Kategorien abhacken? Meine Antwort: Natürlich nicht! Ich bin ja keinen Vertrag eingegangen. Ich habe mir bloß etwas vorgenommen. Trotzdem werde ich mich bemühen die Challenge zu vollenden - aber nicht auf Biegen und Brechen.

Ich freue mich, dass sich einige Leute bereiterklärt haben, die Herausforderung auch anzunehmen. Denn Lesen mag zwar eine einsame Beschäftigung sein, aber in der Lesedidaktik gibt es da ein wichtiges Schlagwort: Anschlusskommunikation. Lesen, ohne über das Gelesene zu sprechen, ist nur die halbe Freude. Dabei ist es nach dem Lesen oft gar nicht so einfach "anschließend zu kommunizieren". Abgesehen von einigen wenigen Bestsellern sind viele Bücher im Bekanntenkreis bekanntermaßen unbekannt. Es spricht nichts dagegen, trotzdem mit Leuten über Bücher zu sprechen, auch wenn das Gegenüber sich einer gewissen Lektüre noch verwehrt hat. Es macht aber deutlich mehr Spaß mit Wissenden Emotionen zu teilen oder in Diskussionen über Geschmack auszubrechen. Darum werde ich auch versuchen, ein paar Überschneidungen zwischen mir und den anderen Teilnehmenden herzustellen, damit der anschließende Austausch auch so richtig gut flutscht.

In diesem Sinne: Möge das Blättern beginnen!
Sarah L

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man nicht betrunken in Irrgärten umherwandern sollte.
P.P.S.: Mit zwei teilnehmenden Sarahs könnte ich jetzt nochmal die Etablierung eines Spitznamens unternehmen - Vorschläge?

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